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Der Bauzaun am Rathausturm steht inzwischen schon mehrere Jahre. Geht es nach den Vertretern des Bürgerbegehrens, werden die Türme nicht saniert.

Sanierungsgegner sammeln Unterschriften

Wurden mögliche Gewinne nicht bedacht?

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MARL - Vertreter des Bürgerbegehrens „Rathaussanierung stoppen!“ legen gegen die städtische Kostenschätzung für einen Rathausneubau Einspruch ein.

Keines der beiden geplanten Bürgerbegehren werde eine aufschiebende Wirkung haben, erklärte Bürgermeister Werner Arndt, als er im Dezember die Kostenschätzung für einen Rathaus-Neubau vorstellte. Die Akteure des Bürgerbegehrens „Rathaussanierung stoppen!“ lassen sich dadurch nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Sie haben zu Jahresbeginn formal Einspruch gegen die städtische Kostenschätzung eingelegt und darüber auch Landrat Cay Süberkrüb in Recklinghausen und Regierungspräsidentin Dorothee Feller in Kenntnis gesetzt. Auf den großen Wochenmärkten in Brassert und Hüls wollen sie nun bis 20. Februar mindestens 4118 Unterschriften von wahlberechtigten Marlerinnen und Marlern sammeln.

„Soll der Beschluss des Rates der Stadt Marl vom 27. September 2018 aufgehoben, die Sanierung des Rathauses gestoppt werden, und stattdessen lediglich der Ratstrakt saniert und auf Grundlage einer Analyse des tatsächlichen Raumbedarfs ein Neubau errichtet werden?“ So lautet die Frage des Bürgerbegehrens. Die drei Vertretungsberechtigten Detlef Beyer-Peters, Clemens Mecking und Marc Walden zeigen sich nach den ersten Aktionen auf den Märkten zuversichtlich, so viele Unterschriften gegen die Rathaussanierung zusammenzubekommen, dass der Rat über das Bürgerbegehren entscheiden muss.

Kosten seien nicht nachvollziehbar

Ihre Kritik gegen die Kostenschätzung für einen Rathausneubau (ohne Sitzungstrakt) äußern sie in folgenden Punkten: 1,8 Millionen Euro entgangener Gewinn für das städtische Grundstück zwischen Wohnen Ost und Josefa-Lazuga-Straße seien nicht gerechtfertigt. Eine Tiefgarage mit 500 Stellplätzen sei wirtschaftlich unsinnig. Die Kosten für die Instandhaltung der dann nicht mehr genutzten, denkmalgeschützten Rathaustürme und des Zentralgebäudes seien nicht nachvollziehbar. Außerdem kritisieren die Sanierungsgegner, mögliche Gewinne durch die Vermarktung des Riegelhauses und der Bautürme seien nicht in die Kostenschätzung eingeflossen.

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