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Ein Nest voller Eichenprozessionsspinner.

Schädlingsbekämpfung

Eichenprozessionsspinner auf dem Vormarsch

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MARL - Viele Marler meldeten in dieser Woche Nester der Raupen.

Die Meldungen häufen sich: Viele Marler entdeckten in dieser Woche Nester des Eichenprozessionsspinners. Ob in Brassert, Drewer oder Hamm – fast in allen Stadtteilen machten Bürger Fotos von den Insekten und stellten sie über soziale Netzwerke ins Internet. Eine Erklärung dafür liefert Michael Lauche, Leiter des Zentralen Betriebshofs der Stadt (ZBH): „Das letzte Wochenende war sehr warm, danach gab es ein Gewitter. Dadurch wurden viele Raupen von den Ästen gefegt.“ Laut Lauche entspricht die Anzahl der befallenen Bäume aktuell in etwa der aus dem letzten Jahr. Die Quantität dagegen, also die Anzahl der Nester pro Baum, sei in diesem Jahr geringer.

700 Straßenbäume sind befallen

Unter den etwa 19.000 Straßenbäumen der Stadt befinden sich laut ZBH-Angaben 700 sogenannte „gemeldete Bäume“, die vom Eichenprozessionsspinner befallen sind. Der Betriebshof kann sich allerdings nicht um alle kümmern. „Für die Bearbeitung gibt es eine Prioritätenliste“, erklärt Michael Lauche. Die legt fest, welche Gebiete vorrangig zu behandeln sind. Das sind an erster Stelle Schulen, Kindergärten und Spielplätze. Danach folgen beispielsweise hoch frequentierte Straßen.

Die Behandlung erfolgt aktuell auf bewährte Weise: Zunächst werden die Stellen von Mitarbeitern in Vollschutzkleidung verklebt, danach abgesaugt. „Damit beschäftigen sich aktuell zwei Firmen. Das Personal wird aber weiter aufgestockt“, so Lauche. Wenig Hoffnung macht der ZBH-Leiter Leuten, die Nester im Wald melden: „Da muss man differenzieren und sagen, dass das Natur ist.“ Die vermehrten Meldungen wegen des Eichenprozessionsspinners kann auch Stadtsprecher Rainer Kohl bestätigen. „Die Menschen sind durchaus in Sorge und können entdeckte Nester gerne dem ZBH melden.“ Nicht zuständig sind Stadt und Betriebshof übrigens für Privatgrundstücke.

„Wer ein Nest im Garten findet, muss sich an seinen Vermieter wenden oder als Eigentümer selbst darum kümmern,“ erklärt Kohl. Der ZBH stehe bei Fragen aber gerne zur Verfügung. Auf den Betriebshof verweist auch die Feuerwehr, wenn sie wegen der Raupen angerufen wird. „Bei uns sind die Leute an der falschen Adresse, weil wir gar nicht über die Mittel verfügen, um Nester zu beseitigen“, stellt Einsatzleiter Michael Dolega von der Marler Feuerwehr klar. „Wenn Kitas betroffen sind, machen wir aber eine Ausnahme. Wir sperren den Bereich vor Ort aber nur ab und informieren dann den ZBH. Nester können dem ZBH unter Tel. 99 54 27 oder per E-Mail an julian.wagner@marl.de gemeldet werden.

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