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Selbst vor dem Landschaftsschutzgebiet machen Umweltsünder nicht halt.

CDU schlägt höhere Bußgelder vor

Müllfahnder im Kampf gegen Umweltsünder

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MARL - Illegale Müllkippen kosten die Stadt jedes Jahr 100.000 Euro. Sie soll die Bußgelder erhöhen und Sicherheitsdienste an "Müll-Hotspots" einsetzen, dort, wo Umweltsünder wiederholt illegal Müll abladen. Das schlägt die CDU-Fraktion vor.

Vorbild sollen Revierstädte wie Essen, Dortmund und Gelsenkirchen sein. „Sie observieren diese Plätze mit großem Erfolg“, sagte der CDU-Vorsitzende Thomas Terhorst im Rat. Die Stadtverwaltung soll Verbotsschilder an den Hotspots aufstellen und Müllfrevler abschrecken, indem sie die Verwarnungs- und Bußgelder erhöht.

„Wer sich asozial verhält und mit wilden Müllkippen der Gesellschaft schadet“, müsse bestraft werden, fordert Terhorst. Sein Antrag soll jetzt intensiv diskutiert werden: am 6. Dezember im Ausschuss für den Zentralen Betriebshof (16 Uhr, Zechenstraße 20) und am 11. Dezember im Haupt- und Finanzausschuss (16 Uhr in der Ratsstube des Rathauses). Bis dahin soll die Verwaltung vorschlagen, wie hoch Bußgelder künftig sein sollen und ob ein Sicherheitsdienst eingesetzt werden soll.

Nach Einschätzung von Bürgermeister Werner Arndt sind unter den Müllfrevlern auch Gewerbetreibende, die Müllbeseitigungsgebühren sparen wollen und dabei sogar gezielt kriminell handeln. Arndt: „Die lassen sich nicht durch Schilder abschrecken.“

5 bis 50.000 Euro

Ebenso skeptisch zeigte sich in der ersten Diskussion Lothar Schubert (SPD): „Wir werden keine Müllpolizisten einstellen und rumschicken können. Da müssen wir uns kostengünstigere Lösungen einfallen lassen.“ Jens Vogel (SPD) findet es unbegreiflich, dass Leute ihre Kühlschränke im Wald entsorgen. Aufmerksame Bürger sollten dies melden.

Bußgelder für Umweltverschmutzung beginnen bei fünf bis 30 Euro. Je nach Schwere des Vergehens können bis zu 50.000 Euro fällig werden.

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