Schleifarbeiten oder quietschende Güterzüge?

Lärm an Schienen nervt Anwohner in Sinsen

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MARL - Seit zwei Monaten beschweren sich Anwohner über ein durchdringendes Quietschen in Nähe des Bahnhofs und der Gleise. „Waggons quietschen rund um die Uhr, auch tagsüber“, klagt Anwohner Horst Bogdanski. „Nachts kann ich bei geöffnetem Fenster nicht mehr schlafen.“

Zunächst teilte die Bahn mit, dass kein Problem bekannt sei und nur bis zum 16. April mehr Güterzüge fahren. Doch der Lärm nahm nicht ab. Jetzt antwortet ein Bahnsprecher erneut auf unsere Nachfrage: Noch bis Anfang Juni müssen Anwohner mit Lärm in der Nähe des Bahnhofs Sinsen und der Schienen rechnen.

Ursache des Lärms seien regelmäßige „Schienenpflege- und Schleifarbeiten“. Der letzte Streckenabschnitt, an dem gerade gearbeitet wird, liege zwischen Börste und Marl. Die Arbeiten dauerten noch bis etwa Ende April/Anfang Mai. Ab „Ende Mai/Anfang Juni sollten die Geräusche dann nicht mehr stören“, so der Bahnsprecher.

Horst Bogdanski ist mit dieser Erklärung unzufrieden: „Direkt am Bahnhof gibt es gar keine Schleifarbeiten, höchstens Leute, die den Schienenverlauf kontrollieren“, sagt der Anwohner, der ganz nah an der Bahnbrücke wohnt. „Die wahre Ursache ist das Quietschen der Güterzüge. Dagegen ist ein ICE geräuschlos.“

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