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Sarah Schuster (17) aus Sinsen hat eine Petition für einen Kreisverkehr gestartet und spricht darüber mit Marls Baudezenerntin Andrea Baudek (Mitte). Katja Wehrland von CityInfo.tv filmt das Gespräch

Schülerin sammelt weiter für den Kreisverkehr in Sinsen

Die ersten Listen sind übergeben

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MARL - Im Rathaus hat die 17-jährige Schülerin Sarah Schuster am Dienstagmittag die ersten Unterschriftenlisten für einen Kreisverkehr an der Kreuzung Halterner Straße/Bahnhofstraße/Schulstraße in Sinsen an die städtische Baudezernentin Andrea Baudek übergeben. Mindestens zwei bis drei Wochen soll die Petition noch weiterlaufen.

Noch am Ort des Unfallgeschehens kam die 17-Jährige beim Gespräch mit Passanten auf die Idee mit dem Kreisverkehr. Seitdem ist sie in ihrer Freizeit unterwegs, um Befürworter zu finden. "Ich bekomme viel Unterstützung, vor allem von jungen Leuten aus Marl", sagt die junge Sinsenrin. Die Idee zum Kreisverkehr wurde in Marl schon vor 14 Jahren diskutiert. Bereits 2005 hatte die Sinsener SPD im Rat den Bau des Kreisverkehrs gefordert. Daran erinnert der Ortsvereinsvorsitzende Arvid Weber in einem Brief an Bürgermeister Werner Arndt. Auf der Investitionsliste der Stadt Marl ist der Kreisel bereits zu finden. Etwa 390.000 Euro der rund 600.000 Euro teuren Baumaßnahme könnten vom Land gefördert werden, so die Verwaltung. Als möglicher Baubeginn wird aber erst das Jahr 2023 genannt. Die Kollegen von cityInfo.TV waren bei der Übergabe der Petition mit dabei:

Mit so viel Zustimmung für ihre Initiative hatte Schülerin der Martin-Luther-King-Gesamtschule selbst gar nicht gerechnet. "Jeden Tag bekomme ich E-Mails und Anrufe", sagte sie im Rathaus. Wie viele Bürger ihre Petition bereits unterschrieben haben, konnte sie am Mittag noch gar nicht exakt beziffern. Noch sind nicht alle Listen eingesammelt. Zusammen mit Bastian Gietzen (17) aus Sinsen brachte Sarah Schuster die eingesammelten Unterschriften jetzt ins Rathaus. Politisch aktiv zu werden, ist der 17-jährigen Sinsenerin bislang nicht in den Sinn gekommen. Das änderte sich vor ein paar Wochen schlagartig, nachdem die Oberstufenschülern am 16. September Augenzeugin eines Verkehrsunfalls mit mehreren Verletzten wurde. Die 17-Jährige stand zufällig mit ihrer Schwester und dem Familienhund an der Fußgängerampel, als eine Autofahrerin auf der Halterner Straße das Rotlicht übersag und in eine Motorradgruppe raste, die aus der Bahnhofstraße Richtung Haltern abbiegen wollte. Eine Bikerin wurde lebensbedrohlich verletzt.

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