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Viele Drahtesel warten am Lipper Weg darauf, repariert zu werden. Die Fahrradwerkstatt gehört zu den Erfolgsprojekten der Alten Schmiede.

Solidaritätsgemeinschaft zieht um

Alte Schmiede erhält neuen Standort

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MARL - Der Widerstand gegen den Umzug der Alten Schmiede nach Brassert war teilweise heftig. Vereinsvorstand und Mitarbeiter sind jetzt überzeugt.

Für die Fahrradwerkstatt ist ein zentraler Standort wichtig. „Sie braucht die Nähe zum Wochenmarkt, um Laufkundschaft anzulocken“, sagt Martina Homuth, Betriebsleiterin der Alten Schmiede. An Markttagen herrscht bei Werkstattleiter Marcel Koritnik und seinem Team am Lipper Weg besonders viel Betrieb. Auch das neue Zuhause der Beschäftigungsinitiative für Langzeitarbeitslose in der Dr. Carl-Sonnenschein-Schule an der Goethe-Straße in Brassert ist nicht weit vom Marktplatz entfernt.

Wie berichtet soll der Verein Solidaritätsgemeinschaft arbeitsloser Marler Bürger die Alte Schmiede auf dem Gelände der Paracelsusklinik räumen. An der Stelle wird ein Neubau für das Klara Hospiz entstehen. „Wir gehen mit einem weinenden Auge, weil wir hier viel aufgebaut haben“, sagt Martina Homuth. „Aber wir platzen aus allen Nähten.“ Die Alte Schmiede braucht mehr Räume. 72 Mitarbeiter sind bei der Solidaritätsgemeinschaft beschäftigt, der größte Teil beim schmiedeeigenen ambulanten Pflegedienst und im Mobilen Sozialen Dienst, der haushaltsnahe Dienstleistungen anbietet.

Umzug erst im nächsten Jahr

Noch fehlt die Zustimmung der Mitgliederversammlung. Vereinsvorstand und Mitarbeiter sehen den geplanten Standortwechsel aber mittlerweile positiv. In der 2014 geschlossenen Dr. Carl-Sonnenschein-Schule wird die Schmiede zwei komplette Etagen und einen großen Teil des Kellers nutzen. Die Fahrradwerkstatt wird in dem Nebengebäude untergebracht, in dem früher die Schultoiletten waren.

Der Umzug der Alten Schmiede wird seit Jahren diskutiert. Die Pachtverträge mit der Stadt sind zuletzt nur um jeweils zwölf Monate verlängert worden. Beim Verein und Mitarbeitern der Schmiede sowie bei den Kunden der Fahrradwerkstatt stieß die Idee zunächst auf wenig Gegenliebe. Jetzt sind wichtige Fragen wie Renovierung, Miete und Nebenkosten für das deutlich größere Domizil so geklärt, dass der Verein sie stemmen kann.

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