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Dutzende Bäume wurden im Försterbusch gefällt.

Stadt hielt Fußgänger für gefährdet

30 Bäume im Försterbusch abgesägt

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MARL - Nicht nur an der Burg und im Fischerwäldchen kreiste in den letzten Tagen die Säge. Rund 30 Bäume, teils dicke Eichen, ließ die Stadt am Försterbusch fällen – nach eigenen Angaben aus Sicherheitsgründen. Christian Thieme, Umweltaktivist aus Hüls, spricht von einer „blindwütigen Aktion“ und einem „ökologischen Desaster“.

An der Rundsporthalle liegen dutzende gefällte Stämme von Bäumen. An vielen Stellen sind sie gebündelt, fertig zum Abtransport. Thieme schätzt ihre Zahl auf 50 bis 60 und kritisiert ähnliche Fällaktionen in anderen Teilen der Stadt. Das sei das Gegenteil von Klimaschutz.

Der Leiter des Zentralen Betriebshofs, Michael Lauche, weist die Kritik zurück: „Das waren kranke Gefahrenbäume am Waldrand. Wir mussten sie fällen lassen – zum Schutz der Bürger und Nutzer der Halle.“ Es handele sich um circa 30 Bäume, sagt Lauche. In der Tat hatten viele dicke Stämme: „Sie waren teils stark von Pilz befallen. Das kann nur ein Fachmann sehen.“

Solche Experten sind die Baumkontrolleure des Landesbetriebs Wald und Holz NRW. Im Auftrag der Stadt seien sie täglich zu Verkehrssicherungskontrollen unterwegs.

Sicherheit geht vor

Die gefährdeten Bäume seien minderwertiges, kaputtes Holz, das nur noch für Spanplatten tauge. Profite mache die Stadt damit nicht, erklärt Michael Lauche.

Wer Bäume rodet, muss sich normalerweise an Vegetationsphasen halten. Zum Schutz von Bruttieren dürfen ab 1. März keine Bäume mehr gefällt werden. Doch selbstverständlich gilt das nicht für Stämme, die umstürzen und Passanten verletzten könnten.

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