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Aus diesem vergammelten Brunnen, meint Marlies Mell, könnte man ein schönes Blumenbeet machen.

Stadt kann Teil der IGA werden

Grünes Facelifting für Marl

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MARL - Sollte Marl 2027 Teil der Internationalen Gartenausstellung (IGA) werden, erhält die Stadt ein grünes Facelifting. Die Gartenschau 2027 soll von den 53 Revierstädten getragen werden.

Wie berichtet, hat das Ruhrgebiet den Zuschlag für die Internationale Gartenausstellung 2027 (IGA) erhalten. Die Marler Ideen hatte der städtische Planungsamtsleiter Markus Schaffrath bereits vor zwei Jahren präsentiert.

  1. „BauKulturPark“: Das Stadtzentrum Marl soll als Beispiel der Grünen Stadt der 60er-Jahre wiederbelebt werden – mit grünen Achsen von Wohnen-West über den City-See zum Alten Friedhof. Den neuen Park sollen Kunstwerke, See-Gärten sowie Open-Air-Leseangebote der insel attraktiver machen, außerdem Wasserspiele und Lichtinstallationen. Stadtplaner Markus Schaffrath hat dafür eine Investition von 4,5 Millionen Euro errechnet. 3,5 Millionen Euro sind aus dem Stadtumbau West vorhanden, der Rest soll aus dem IGA-Etat kommen. Die Stadt selbst soll einen Eigenanteil von 200.000 Euro übernehmen.
  2. „LichtGarten“: Der Volkspark in Alt-Marl soll aus dem „Dornröschenschlummer“ geholt werden. Statt wuchernden Dickichts soll dort ein luftiger „Licht-Garten“ mit Gesundheitsangeboten, Kräutergarten, Gastronomie und Veranstaltungen Besucher einladen. Den Investitionsaufwand hierfür schätzt das Planungsamt auf 1,5 Millionen Euro.
  3. „Große Freiheit“: Dies ist das ehrgeizigste Projekt, das auf der Strecke bleiben könnte. Die Halde Brinkfortsheide sollte, wenn sie mit unbelastetem Material zugeschüttet ist, zum Erholungsort entwickelt werden – mit einem großen Sandstrand, an dem Kinder Burgen bauen und Jugendliche Beachvolleyball spielen, mit einer Bach- und Schluchtenlandschaft, Hängebrücken, einer Gleitseilbahn und vielem mehr. 19 Millionen Euro soll das alles kosten. Doch seit die Nachbarhalde Brinkfortsheide Erweiterung als Bauschutt-Deponie im Gespräch ist und ganz Marl dies verhindern will, hat man von der „Großen Freiheit“ nichts mehr gehört. Sie bleibt aber auf der Projektliste. Der RVR wird wohl die weitere politische Diskussion abwarten.

Land gab grünes Licht

Im Juli gab die Landesregierung grünes Licht für die IGA. Über konkrete Summen wurde nicht entschieden. Erst sollen die Städte ihre Ideen präzisieren. In einer ersten Runde wird der RVR mit ihnen über die Umsetzung sprechen, dann prüft die Bezirksregierung eine Förderung.

Bei der Mehrzahl der Projekte, mit denen sich das Revier bei der IGA präsentieren will, handelt es sich nicht um Ideen, sondern um fertige Siedlungen oder Gärten wie Westfalenpark und Gruga. Sie seien in hervorragendem Zustand, erklärt Horst Fischer, IGA-Referatsleiter beim RVR.

Die rund 80 neuen Projekte müssten aber finanziert werden. Investitionskosten von 200 Mio. Euro wurden für die IGA-Infrastruktur angesetzt. Weitere 45 Millionen soll die Veranstaltung der Gartenschau kosten. Von dieser Summe müssten RVR und Städte selbst 20 Prozent übernehmen.

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