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Anfang August sammelten (v. l.) Heribert Köning und Uwe Kähler vor dem Straßenverkehrsamt noch Unterschriften für das Bürgerbegehren gegen den Neubau des Kreishauses. Claudia Reddig, Ralf Skotz, Annette Wieseler, Sonja Heidemann und Josua Schemmer unterschrieben damals. Ihr Erfolg: Auch das Amt in Marl bleibt, wo es ist.

Straßenverkehrsamt

Erleichtert über Verbleib

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MARL - Seit Dienstag ist klar, dass es keinen Neubau des Kreishauses in Recklinghausen gibt. Ein Umzug des Straßenverkehrsamtes mit der Kfz-Zulassungsstelle von der Stettiner Straße in die Kreisstadt ist damit vom Tisch.

Sylvia Bunzel ist über diese Nachricht glücklich. Im Sommer bangten sie und ihre Kollegin Gabriele Hertwig noch um ihre berufliche Zukunft. Damals ging die Angestellte eines Zulassungsservices davon aus, dass das Geschäft beim Wegzug der Zulassungsstelle schließen werde. „Ich hätte wohl mit Abzügen in Rente gehen oder woanders eine neue Arbeit finden müssen“, sagt die 57-Jährige beim erneuten Besuch am Freitag. Bunzel, ihre Kollegin und viele andere haben für das Bürgerbegehren des Dorsteners Uwe Kähler unterschrieben, das letztlich den geplanten Neubau stoppte.

Der Kreistag erklärte das in seiner Sitzung am Dienstag für gültig. „Hier standen schlangenweise Autos, nur um zu unterschreiben“, sagt Bunzel. Eine Last ist auch Walid Omeirat von den Schultern gefallen, als er vom Aus der Neubaupläne hörte. Er hatte Angst um die Existenz seiner Familie. Kein Wunder, denn er arbeitet in einem Zulassungsgeschäft am Straßenverkehrsamt, das sein Sohn betreibt. „Ich wäre arbeitslos geworden. In Recklinghausen hätten wir für ein neues Geschäft aufgrund der Konkurrenz keinen Platz bekommen.“ Da seien Firmen, die viel größer als das eigene Geschäft sind. Für den Marler wäre im schlimmsten Fall ein Wegzug eine Option gewesen. Wie das Kreishaus soll nun auch das Straßenverkehrsamt so schnell wie möglich saniert werden.

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