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Taubenzüchter Karl-Heinz Wichert ist vierfacher FCI-Weltmeister.

Taubenzüchter sammelt Trophäen

Der Rekordweltmeister aus Marl

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MARL - Karl-Heinz Wichert schickt seine Vögel zu Wettflügen rund um die ganze Welt – mit viel Erfolg.

Wenn es um die Anzahl von Weltmeister-Titeln geht, ist Karl-Heinz Wichert in prominenter Gesellschaft: „Ich habe jetzt so viele WM-Titel wie die Fußball-Nationalmannschaft oder Sebastian Vettel in der Formel Eins. Mein nächstes Ziel kann jetzt nur sein, mit Michael Schumacher gleichzuziehen, der sieben Mal Weltmeister wurde“, sagt Wichert und kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Im polnischen Posen holte sich der Marler Taubenzüchter bei einer Preisverleihung jetzt drei Pokale ab, die er in der abgelaufenen Saison in verschiedenen Kategorien gewann. Die Trophäen stehen nun neben einer Auszeichnung aus dem Jahr 2016.

„Mit vier Titeln bin ich sogar Rekord-Weltmeister. So viele Pokale hat bisher noch niemand gewonnen“, erzählt Karl-Heinz Wichert nicht ohne Stolz. Mit seinen Vögeln nimmt Wichert am sogenannten „FCI Grand Prix“ teil. Dabei handelt es sich um spezielle Wettflüge, die der Brieftaubenweltverband als eine Art Olympische Spiele für Taubenzüchter ausrichtet. Die Flüge finden teilweise in weiter Ferne rund um den Erdball statt: In Süd- und Osteuropa, Arabien oder Asien.

Tauben werden versteigert

Weil es für Wichert nicht machbar ist, bei den Veranstaltungen vor Ort zu sein, verfolgt er die Wettbewerbe per Live-Stream. Immer noch mit der Post verschickt werden allerdings seine WM-Teilnehmer. „Bei mir werden Tauben sogar von den Veranstaltern abgeholt,“ erklärt Wichert: „Für ein Rennen in Südafrika gehen die Tiere zunächst nach Amsterdam und kommen dort in Quarantäne. Danach erst geht es zum Zielort.“

Nach dem Rennen kommen die Tauben nicht automatisch zu den Züchtern zurück. Sie werden versteigert. Dabei kann der Züchter entweder mitbieten – oder er erhält die Hälfte des Erlöses. Ein Tauben-Champion von Karl-Heinz Wichert wechselte bei einer solchen Auktion schon mal für 12.000 Euro den Besitzer. Das nächste große Rennen findet bereits an diesem Sonntag in Südafrika statt. Karl-Heinz Wichert ist trotz Startgeld von 1500 Euro pro Taube mit einem Tier dabei. Denn: „Beim Million Dollar Race erhält der Sieger 200.000 US-Dollar.“

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