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Der fehlende Radweg an der Marler Straße sorgt wie hier immer wieder für gefährliche Situationen. Damit soll nun noch in diesem Jahr nach langem Tauziehen Schluss sein.

Teilstück nach Westerholt

Sicher auf zwei Rädern

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  • Claus Pawlinka
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MARL - Der Spruch "was lange währt, wird endlich gut" trifft folgende Angelegenheit gut. Seit rund 40 Jahren waren die Städte Herten und Marl der Auffassung, dass man den Geh- und Radweg vom Knotenpunkt Marler Straße/Heidestraße/Dorstener Straße nach Norden Richtung Marl fortführen müsse. Jetzt wird der Teil Richtung Westerholt fertiggestellt.

Fahrrad-Fahrer in Marl und Herten werden aufatmen: Der „Bürgerradweg“ an der Marler Straße wird noch in diesem Jahr Wirklichkeit. Gebaut wird die Trasse auf Hertener Stadtgebiet. Sie schließt sich an den Teil des Bürgerradwegs an, der 2011 in Marl zwischen dem Restaurant „Bullerkotte“ und dem Kötterweg errichtet wurde. Dort sind damals rund 400 Meter Radweg entstanden. Wenn das Teilstück Richtung Westerholt fertiggestellt ist, ist dort die „unsichere“ Fahrt auf der Fahrbahn mit schnellen, vorbeirauschenden Autos für Radler zumindest in diesem Teilbereich vorbei.

Bei der Stadt Marl gibt es Überlegungen, den Radweg ab Kötterweg in Richtung Alt-Marl weiterzuführen. „Wir wollen Gespräche mit Straßen.NRW aufnehmen“, so Stadtsprecher Rainer Kohl. Straßen.NRW ist Baulastträger für die Landesstraße, wäre damit zuständig für den Bau – und die Finanzierung. Die Stadt Marl würde sich bereit erklären, die notwendigen Vorplanungen zu übernehmen.

Kohl glaubt aber nicht, dass der letzte Abschnitt schnell realisiert werden kann. Das Problem: Die für den Radweg-Bau notwendigen Grundstücke befinden sich allesamt in Privatbesitz. Die Verhandlungen könnten sich hinziehen. Aber für die Stadt steht fest: „Der Radweg soll kein Torso bleiben“, so Rainer Kohl. Der Abschnitt, der noch in diesem Jahr in Herten in Angriff genommen wird, wird nahtlos an das Marler Teilstück anschließen. Damit endet aus Hertener Sicht ein langer Weg bis zur endgültigen Realisierung. Den ersten Antrag hatte die SPD der Nachbarstadt 2002 gestellt.

Rückblick: Bereits in den 1970er-Jahren waren die Städte Herten und Marl der Auffassung, dass man den Geh- und Radweg vom Knotenpunkt Marler Straße/Heidestraße/Dorstener Straße nach Norden Richtung Marl fortführen müsse. In der Folgezeit scheiterte der Radwegebau zum einen an der Grundstücksverfügbarkeit, zum anderen gab es die Problematik, dass der Landesbetrieb Straßen.NRW, dem die Landestraße gehört, den Radweg weit hinten auf seiner Prioritätenliste platziert hatte.

2007 erfolgte eine gemeinsame Resolution der beiden betroffenen Städte an die Bezirksregierung, diese Einstufung neu zu bewerten, da die Situation vor Ort für Fußgänger und Radfahrer sehr gefährlich sei. 2010 wurde das Vorhaben dann auf Marler Seite in das Programm „Bürgerradwege“ aufgenommen, ein erster Abschnitt im Bereich der „Gaststätte Jägerhof“ bis zum Kötterweg konnte so schon gebaut werden. Es folgten weitere Gespräche mit dem Landesbetrieb, der schließlich seine Bereitschaft zur Fortführung des Radweges und zur anteiligen Kostenübernahme signalisierte. Die Stadt Herten stieg daraufhin in Verhandlungen mit Grundstückseigentümern in dem Bereich ein. Diese verliefen positiv. 2016 wurde schließlich entschieden, dass auch auf Hertener Seite der Bau eines „Bürgerradweges“ erfolgen soll. Gleichzeitig wurde die bereits erwähnte Kostenübernahme durch den Landesbetrieb Straßen.NRW vereinbart.

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