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Um seine Elvis-verrückte Frau Doro (Walburga Reimann) zurückzugewinnen, stimmt Kurt (Bernd Künnemann) vor dem Balkon ein Liebeslied an.

Theater Lampenfieber feierte Premiere

Elvis in Marl aufgetreten

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MARL - Das Theater „Lampenfieber“ hat am Samstag mit seiner Komödie „Elvis für Fortgeschrittene“ Premiere gefeiert. Das Publikum war begeistert.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Doro, waschechter Elvis-Fan, hat im Internet die angebliche Agentin des Sängers entdeckt. 10.000 Euro kratzen sie und ihr Fanclub zusammen, um ein Treffen mit ihrem Idol zu arrangieren. Doros Mann Kurt ist davon gar nicht begeistert: Statt den weltberühmten Musiker anzuschmachten, sollte Doro lieber wieder Zeit mit ihm verbringen. Als Ally, eine Freundin des Ehepaares, von Doros Vorhaben erfährt, schmiedet sie einen Plan: Sie verkleidet ihren Mann als „King of Rock ’n’ Roll“, um das Geld einzuheimsen. Damit ihr Mann nichts merkt, bekommt er eine Menge Koffeintabletten. Keine Frage – hier ist Chaos vorprogrammiert.

Mit gewohnt frechem Humor brachten die sieben Darsteller das Stück selbstsicher auf die Bühne und wurden dafür mit jeder Menge Gelächter und kräftigem Applaus vom Publikum belohnt. Mit rund 750 Zuschauern war das Theater wie schon im letzten Jahr ausverkauft. Für die Laiendarsteller und ihre Regisseurin Barbara Gardhoff ist es eine Wonne, vor so vielen Besuchern zu spielen. „Wir haben hier in Marl inzwischen ein eigenes, treues Publikum“, so die Spielleiterin. „Das ist ein schönes Gefühl.“ Auch Jürgen Synowicz, der den als Elvis verkleideten Ehegatten spielte, freute sich: „Es ist immer wieder schön, im Theater Marl zu spielen. Hier waren schon so viele bekannte Schauspieler – eben eine richtige Weltbühne.“

Rund zehn Monate hatten die Hobbyschauspieler für den großen Auftritt geprobt. Die Auswahl des Stücks dauerte dabei fast am längsten: „Wir müssen etwas finden, das auf die Anzahl der Schauspieler passt“, so Barbara Gardhoff. „Natürlich muss uns das Stück auch selbst gefallen.“ Ein Mal in der Woche kamen die Marler zusammen, um gemeinsam zu üben. Kurz vor dem Auftritt wurden ein paar Extraproben eingelegt. Zusätzlich kümmerte sich die Truppe noch selbst um Technik, Bühnenbild und Kostüme. Bei „Lampenfieber“ werden also nicht nur Texte auswendig gelernt, sondern auch Kleider genäht und Requisiten gebaut. Ganz schön viel Arbeit, die sich lohnt: „Wir sind zwar ein wilder Haufen, aber genau deshalb macht es so viel Spaß“, so Jürgen Synowicz. Irgendwann wollen die theaterbegeisterten Marler ihr eigenes Stück schreiben. Dazu fehlt aber im Moment die Zeit. Weiter geht es natürlich trotzdem: Am 16. November 2019 wird die Gruppe im Theater Marl mit einem neuen Stück Premiere feiern. Die treuen Zuschauer werden dann bestimmt auch wieder dabei sein.

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