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Steine, Platten und darunter Asbest: Wilde Müllhalden wie diese kommen Verursacher womöglich bald teuer zu stehen.

Umweltsünden

Stadt überprüft neuen Bußgeldkatalog

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MARL - Die Strafen für das Wegwerfen von Zigarettenkippen oder Kaffeebechern könnten bald drastisch steigen.

Die Stadt will überprüfen, ob Umweltsünden wie das Wegwerfen von Zigarettenkippen oder Kaffeebechern auf Straßen und Gehwegen demnächst mit deutlich höheren Geldstrafen geahndet werden. Dazu hatte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) die Kommunen des Landes jetzt mit einem neuen Bußgeldkatalog aufgefordert.

Auf Nachfrage teilt Stadtsprecherin Riccarda Ast mit, dass die illegale Entsorgung von Abfall in Marl bisher mit einem Bußgeld von etwa zehn Euro geahndet wurde. Ob sich das kurzfristig ändern wird, bleibt abzuwarten. Der neue Katalog sieht für das Wegwerfen eines Einwegkaffeebechers Strafen von bis zu 100 Euro vor. Für die gewerbsmäßige Ablagerung größerer Mengen von Umweltschadstoffen können sogar 50.000 Euro und mehr fällig werden.

Bußgelder sind nicht bindend

„Das Problem ist, dass das Ordnungsamt die Täter auf frischer Tat erwischen müsste, um überhaupt ein Bußgeld verhängen zu können“, erklärt Riccarda Ast. Der Bußgeldkatalog gibt übrigens nur Entscheidungshilfen und ist für die Behörden nicht bindend, was die Höhe der Strafe betrifft.

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