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Geplanter Moscheebau der Yunus Emre Gemeinde.

Unterschriftenaktion läuft

Initiative will Moschee verhindern

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MARL - Um den Bau der Yunus-Emre-Moschee an der Sickingmühler Straße zu verhindern, sammelt eine Bürgerinitiative Unterschriften für ein Bürgerbegehren. Unterwegs sind sie unter anderem in der Blumensiedlung und „Im Beisen“.

Einer der Initiatoren ist das frühere AfD-Mitglied Frank Spickermann aus Marl. „Anders als viele annehmen, ist der Bau noch nicht in trockenen Tüchern. Die Einspruchsfrist gegen den Flächennutzungsplan endet erst am 7. September. Bis dahin haben wir ihn formuliert und eingereicht“, sagt der 64-Jährige.

Spickermann nennt baurechtliche Gründe für die Initiative. Er kritisiert ein fehlendes Verkehrsgutachten und die Größe der geplanten Moschee. „Den entsprechenden Antrag der CDU hat der Rat im Juli abgelehnt. Außerdem fehlen Emissionswerte, Angaben zum Landschafts- und Tierschutz und zum Verkehrsaufkommen.“ Die geplanten Parkplätze seien für die Größe der Moschee nicht ausreichend. „Mehr als 900 Leute sollen darin Platz haben. Im Verhältnis zur Gemeindegröße ist das überdimensioniert.“ Spickermann fragt sich, was passiert, wenn Parkplätze durch Veranstaltungen nicht genutzt werden können. „Dann gibt es wieder Wildparker im Umland.“

In der Ratsvorlage zum Vorhaben- und Erschließungsplan für die Moschee steht, dass Veranstaltungen eine genaue Prognose für die Anzahl an Parkplätzen erschweren. Aus diesem Grund gibt es einen zweistufigen Plan. Im ersten Schritt sollen 120 Stellflächen entstehen. Reicht die Anzahl nicht aus, kann die Gemeinde die Kapazitäten auf 200 Parkplätze erhöhen. Frank Spickermann schlägt ein anderes Gelände für den Bau der Moschee vor. Um welches es sich handelt, sagt er nicht. „Da reden wir später drüber.“

Auch zu dem Fakt, dass die Gemeinde Yunus-Emre Grundstücksbesitzerin ist, äußert er sich nicht. Spickermann möchte jetzt erst mal die nötigen 4118 Unterschriften für das Bürgerbegehren zusammenbekommen. Um die zu erhalten, wollen die Unterstützer in ganz Marl für ihre Sache werben. An einigen Stellen liegen Listen aus. „Aber viele haben Angst vor Repressalien, wenn sie die Sache unterstützen“, sagt Spickermann.

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