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Die Stadt will Marl mobiler machen – auch ohne Autos.

Verwaltung diskutiert mit Bürgern

Neue Wege für die Autostadt Marl

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MARL - Die Stadt will mit den Bürgern in vier Stadtteilwerkstätten ein neues Mobilitäts- und Verkehrskonzept für Marl diskutieren. Basis sind auch die Wünsche der Marler, die sich in einer Befragung zeigten: Die Bürger wollen bessere Straßen und Wege, geben den Radwegen schlechte Schulnoten.

Marl ist eine Autostadt. 38 Prozent der Haushalte verfügen sogar über einen Zweitwagen. Andererseits ist der Anteil an Elektrofahrrädern (E-Bikes) je Haushalt mit 16 Prozent sehr ausgeprägt. Das ergab eine Befragung der Stadt in den Haushalten und online. Ziel war es, Daten und Wünsche der Bürger für das neue Mobilitätskonzept zu bekommen.

Den Ergebnissen zufolge ist der Durchschnittsmarler täglich 69 Minuten unterwegs – ob mit Auto, Bus, Fahrrad oder zu Fuß. Noch die besten Schulnoten geben die Marler den Fußwegen (im Durchschnitt 2,59), gefolgt von der Infrastruktur für Kraftfahrzeuge (2,99), Bus und Bahn (3,21). Der Radverkehr in der einst fahrradfreundlichen Stadt Marl wird mit 3,52 eher negativ bewertet. Bei den Wegen und der Infrastruktur sehen die Bürger überall Verbesserungsbedarf.

Als besonders unattraktiv, ja sogar als Angstraum bewerten die Marler den Bahnhof. Sehr häufig fordern sie die Sanierung von Fahrbahnen, Fuß- und Radwegen (die oft als nicht verkehrssicher angesehen werden) und die Anpassung der Ampelschaltungen. Ein weiterer Wunsch sind neue Geh- und Radwege.

E-Bike soll größere Rolle spielen

Baudezernentin Andrea Baudek sieht in den Antworten ein „repräsentatives Bild“. Die Ergebnisse zeigten im Vergleich zur letzten Befragung 1991, dass die Bürgerinnen und Bürger für kürzere Wege öfter das Auto und seltener das Rad benutzen. Das bestärke die Stadt darin, für umweltfreundlichere Fortbewegungsmittel zu werben: „Dabei könnte unter anderem das E-Bike eine wichtige Rolle spielen“.

Hier finden die Bürgerwerkstätten statt:

Montag, 8. Oktober, in der Goetheschule, Hervester Straße 81, mit den Schwerpunkten Polsum und Alt-Marl Dienstag, 9. Oktober im großen Saal des Rathauses, Creiler Platz 1, für Brassert, Drewer und die Stadtmitte Mittwoch, 10. Oktober im Gemeindezentrum Pauluskirche, Römerstraße 57, für Sickingmühle, Hamm und Hüls-Nord Donnerstag, 11. Oktober im Pfarrheim Liebfrauen, Schulstraße 102 für Hüls-Süd, Sinsen und Lenkerbeck. Alle Termine beginnen um 18.30 Uhr und sind für zwei Stunden angesetzt

In vier Werkstätten will die Stadtverwaltung mit den Bürgern diskutieren, wie Marl mobiler werden kann – auf klimafreundliche Weise. Wer nicht vorbeikommen kann, hat bis zum 26. Oktober die Möglichkeit, Anregungen und Kritik online abzugeben: .

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