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Ernst Püschel, Benedikt Stelthove und Friethjof Karkhoff (v.l.) interessierten sich bei der Bürgerwerkstatt vor allem für die Radwegeplanung. Foto: Jürgen Wolter

Vorschläge zum Mobilitätskonzept

Marler fordern Lärmschutz und sichere Radwege

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MARL - Die letzte Bürgerwerkstatt zum Konzept „Klimafreundlich mobil“ der Stadt Marl fand am Donnerstagabend in der Goetheschule statt. Jean-Marc Stuhm vom Planungsbüro StadtVerkehr und Alexander Zanolli vom Büro Grasy und Zanolli stellten noch einmal Eckdaten des Verkehrskonzepts und Lärmminderungsziele vor.

Neue Busanbindungen unter anderem nach Dorsten und Gelsenkirchen oder überregionale Rad-Schnellwege sind Aspekte, die auch für Alt-Marl relevant sind. Die Idee einer Ortsumgehung ist dagegen nicht Teil des Konzeptes. Sie sei wohl nicht realisierbar, außerdem unter den Aspekten der Klimafreundlichkeit auch kein Gewinn, so die Experten. Lärmminderung auf der Hochstraße würde mit einem Anwachsen des Lärms an der Verbindung zur Ortsumgehung erkauft.

Das Ziel, privaten Pkw-Verkehr zugunsten des öffentlichen Personennahverkehrs, des Rad- und Fußgängerverkehrs zu reduzieren, steht als oberstes Ziel im klimafreundlichen Mobilitätskonzept. In Arbeitsgruppen wurde auch beim letzten Bürger-Workshop weiter diskutiert. Ludger Vortmann wünscht sich einen Fuß- und Radweg entlang der Schachtstraße Richtung Altendorf-Ulfkotte, oder eine Aktivierung der Buslinie: „Meine Kinder müssen, wenn sie zur nächsten Bushaltestelle wollen, einen Kilometer auf einer Landstraße ohne Fuß- und Radweg laufen.“

Eine andere Besucherin monierte die Situation für Radfahrer im Bereich Brassertstraße/Schillerstraße: „Hier fahren die Autos viel zu dicht neben den Radfahrern und halten den vorgeschriebenen Abstand nicht ein.“ Die Mitarbeiter der Stadt und der Planungsbüros prüfen jetzt, welche Vorschläge der Bürger in die Planungen einfließen können. „Auch wenn es wenig komplett neue Ideen gab, war die Resonanz doch überwiegend positiv“, stellte Baudezernentin Andrea Baudek im Gespräch fest. Die Besucherfrequenz zu den Werkstätten war in den Stadtteilen unterschiedlich. In die Goetheschule waren rund 20 Interessierte gekommen. Das Mobilitätskonzept wird jetzt überarbeitet. „Das sollte bis zu den Sommerferien erledigt sein, sodass wir das Konzept nach den Ferien den Ausschüssen vorlegen können“, so die Baudezernentin. 2020 könnte es an die Umsetzung einzelner Maßnahmen gehen. „Insgesamt stellt das Mobilitätskonzept für uns den Handlungsrahmen bis 2035 dar“, so die Baudezernentin.

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