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Heinz-Peter Mühlenberg (l.), Ordnungsamtsleiter, und Auszubildender Fabian Albers zeigen die gerade eingetroffenen Stimmzettel. Foto: Julia Grunschel

Wahlbüro eröffnet

Briefwähler können ihr Kreuz schon machen

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MARL - Bis zur Europawahl am 26. Mai ist es zwar noch über einen Monat hin, doch im Rathaus kann bereits gewählt werden. Briefwähler haben seit heute die Chance, ihre Stimme direkt im Wahlbüro abzugeben oder den Unterlagenversand anzufordern

„Wir sind eine der ersten Städte, die jetzt schon ihr Wahlbüro öffnen. Es gibt viele, die erst nach den Osterferien starten“, erklärt Ordnungsamtsleiter Heinz-Peter Mühlenberg. Zwölf Mitarbeiter aus der gesamten Verwaltung sind im Zentralgebäude des Rathauses in wechselnder Besetzung für Bürger da.

Wahlberechtigt sind bei der Europawahl insgesamt 64.362 Einwohner ab 18 Jahren. Die Wahlbenachrichtigungen werden voraussichtlich in der nächsten Woche verschickt.

Die Stadt hat zudem 2.600 Bürger aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) gezählt, die in Marl leben und die noch einen Antrag stellen können, hier ins Wählerverzeichnis aufgenommen zu werden. Wählen dürfen automatisch 22 dieser EU-Bürger, die das schon bei einer vergangenen Wahl beantragt hatten. „Bisher hat sich noch kein Brite für die Wahl eintragen lassen“, berichtet Heinz-Peter Mühlenberg. In das Wählerverzeichnis kann die Stadt Interessierte noch bis zum 5. Mai aufnehmen. EU-Bürger, die nicht für die deutsche Parteienliste, sondern für die ihres Herkunftslandes stimmen wollen, müssen sich mit den Vertretungen ihrer Länder in Verbindung setzen.

Noch Helfer gesucht

Die letzte Europawahl fiel vor fünf Jahren mit der Kommunalwahl zusammen. 9.000 Marler gaben ihre Stimme bei dieser Doppelwahl per Brief ab. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei 43 Prozent in Marl, im Rest des Landes lag sie bei immerhin 48 Prozent.

Um alle Stimmen auch auszählen zu können, braucht die Stadt noch ehrenamtliche Wahlhelfer. Für sie gibt es eine Aufwandsentschädigung.

Dass die Parteien seit ein paar Tagen eine neue Phase ihres Wahlkampfs einläuten, ist im Stadtgebiet nicht mehr zu übersehen: Die ersten Wahlplakate hängen. Wie viele Plakate eine Partei aufhängen will, spielt bei der Beantragung der Sondernutzung von Flächen keine Rolle. Pro Partei ist lediglich eine Verwaltungsgebühr von 22 Euro zu bezahlen.

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