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Sie haben die Übergabe der Erlöserkirche endgültig vereinbart (v. l.): Pfarrer Martin Giesler, Baukirchenmeister Georg Wipprecht, Hubert Schulte-Kemper und Heribert Bösing vom Heimatverein. Mit den Akteuren freuen sich (hinten v. l.) Hugo Weimann, Geschäftsführer, und Franz Kleinkes, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins, sowie das Ehepaar Lüke aus der direkten Nachbarschaft der Erlöserkirche.

Weichen sind gestellt

Heimatverein ist jetzt Eigentümer der Erlöserkirche

MARL - Der Heimatverein hat die entwidmete evangelische Kirche in ein Kulturzentrum verwandelt.

Musikalisch klingt das Jahr im Kulturzentrum Erlöserkirche an der Schachtstraße in Brassert mit dem Weihnachtskonzert von Chris Kramer & Friends am Sonntag, 23. Dezember, und dem Weihnachtskonzert der Reihe „Piano!“ am Mittwoch, 26. Dezember, aus. Für den Heimatverein fand der wichtigste Tag vor Jahresende jedoch bereits am Mittwoch statt. Mit der Unterzeichnung des notariellen Erbbaurechtsvertrags ging die Erlöserkirche nun endgültig in den Besitz des Vereins über. In Anwesenheit des Notars Volker Hölter unterzeichneten für die evangelische Stadtkirchengemeinde (esm) Pfarrer Martin Giesler als Vorsitzender und Baukirchenmeister Georg Wipprecht sowie der Vorsitzende des Heimatvereins Hubert Schulte-Kemper und Schatzmeister Heribert Bösing den Vertrag in der Kirche.

Seit drei Jahren Nutzer des Kirchengebäudes

„Der gute Zuspruch aus der Bevölkerung erlaubt es uns, vertrauensvoll in die Zukunft zu schauen“, so Heribert Bösing. Hubert Schulte-Kemper ergänzt: „Wir werden alles tun, um noch eine größere Anzahl an Kooperationen zu organisieren“. Der Erbbaurechtsvertrag gilt bis 2048 und sichert so die denkmalgeschützte Erlöserkirche vor dem Abriss. Zur Erinnerung: Die esm hat die Erlöserkirche in Brassert aufgegeben. Sie wurde im Januar 2015 entwidmet. Noch im selben Jahr schloss die Gemeinde einen Nutzungsvertrag mit dem Heimatverein, der die Kirche zum Kulturzentrum entwickelte.

Auf den neuen Eigentümer kommen nun mit der Übernahme des Gebäudes auch Investitionen zu. Der Bestandsschutz wird aufgehoben. Der Heimatverein muss eine Nutzungsänderung bei der Stadtverwaltung beantragen und Auflagen erfüllen. 27 Parkplätze und eine behindertengerechte Toilette müssen gebaut werden. Die Fenster werden gedämmt, damit Nachbarn nicht gestört werden. Auch die Wärme-Isolierung wird verbessert, so soll beim Energieverbrauch gespart werden. Um die nötigen Investitionen von mehreren hunderttausend Euro zu finanzieren, wollen die Heimatfreunde auch Sponsoren ansprechen und Zuschüsse beim NRW-Heimatministerium beantragen. Außerdem sollen Benefizkonzerte für das Kulturzentrum Erlöserkirche stattfinden.

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