Weinfest Hüls

Wetter-Mix setzt den Winzern zu - die Gäste sind dennoch zufrieden

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MARL - So gemischt wie das Wochenend-Wetter fiel die Weinfest-Bilanz aus. Den sieben Winzern haben Regen und Kälte das Geschäft verhagelt. „Für uns hat es sich nicht gelohnt“, sagten Moritz und Heike Matheus aus Trittenheim an der Mosel.

Mutter und Sohn wollen trotzdem im nächsten Jahr wieder kommen: „Unsere Familie steht seit 34 Jahren hier, so schnell geben wir nicht auf.“

Gerhard Gottschalk nimmt nach Freiburg zumindest viele Bestellungen von Stammkunden mit. In sechs Wochen kommt er zum Weinfest nach Recklinghausen und liefert dann aus. „Getrunken wurde nicht das meiste. Es war zwischendurch so kalt, dass wir die Kühlung ausstellen konnten. Und Rotwein trinkt man nun einmal bei Zimmertemperatur – die lag hier bei 5 Grad“, sagt der Winzer und zuckt mit den Schultern: „Das Wetter kann man nicht beeinflussen.“

Das mussten am Sonntag auch die Mitglieder der SPD Hüls hinnehmen. Traditionell richten sie während des verkaufsoffenen Sonntags im Rahmen des Weinfests das Kinderfest aus. Weil der Boden nass war, blieb die Hüpfburg eingepackt. Mit Doris Schindler konnten die kleinen Gäste aber zumindest Tontöpfe gestalten. „Die können sofort mitgenommen werden“, warb sie.

Ehrenamtlicher Einsatz

Wer genug mit Inka-Gold gemalt hatte, konnte sich direkt neben dem umlagerten Kuchenstand der SPD wie Josephine Felski (5) von Tanja Böhm schminken lassen. „Wir waren Freitagabend schon hier“, erzählte Josephines Mama Jaqueline Felski während des Wartens, „uns hat es gefallen. Heute sind wir wieder da, um mal vor die Tür zu kommen, ein bisschen zu gucken und zu bummeln.“

Aus Herten und Gelsenkirchen kam extra ein Freundeskreis um Marita Volmer. „Wir treffen uns hier jedes Jahr. Bei jedem Wetter“, erzählte die Fünfer-Gruppe. Der Chardonnay Sekt vom Weingut Haas an der Nahe bekam bei Marita Volmer volle Punktzahl.

Die gab es auch für den Einsatz der Hülser Schützen und der Mitglieder des Lionsclubs Marl. Beide Vereine waren traditionell ehrenamtlich vertreten. „Natürlich hat das Wetter dafür gesorgt, dass es nicht so voll war wie gehofft. Aber es lief dennoch besser als unter diesen Umständen erwartet“, resümierte Lions-Schatzmeister Dieter Rehage. 140 Flammkuchen tischten die Helfer des Clubs am Freitagabend auf, 100 am Samstag. Der Erlös geht an die Wohnungslosenhilfe Marl.

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