WiLLmA profitiert

Chemiepark-Mitarbeiter schnüren gemeinsam die Laufschuhe

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MARL - Ob in diesem Jahr wieder eine Rekordsumme erlaufen wird, ist noch offen. Aber wenn die Chemiepark-Mitarbeiter beim Lauffest „Standort in Bewegung“ am 17. Mai alles geben, profitiert der Jugendtreff WiLLmA.

Zum 18. Mal laden die Vertrauensleute von rund 25 im Chemiepark ansässigen Betrieben am Freitag, 17. Mai, auf dem Sportplatz am Badeweiher zum IGBCE-Lauffest „Standort in Bewegung“ ein. „Die Betriebe arbeiten ja sonst mehr nebeneinander, aber das bringt alle Mitarbeiter näher zusammen“, weiß Klaus Brüske, stellvertretender IGBCE-Bezirksleiter für den Bezirk Recklinghausen, von den vergangenen Lauffesten.

Für den guten Zweck starten um 15 Uhr neben den ca. 250 Auszubildenden des Chemieparks jede Menge Mitarbeiter der beteiligten Firmen wie zum Beispiel Synthomer, des ehemaligen Bergwerks Auguste Victoria, Sasol, Evonik Logistic Industries oder Evonik Catering.

„Natürlich sind darüber hinaus alle Interessierten eingeladen, mitzulaufen. Wie viele Runden, das ist egal. Und wie viel Geld pro Runde über Sponsoren finanziert wird, spielt auch keine Rolle“, verdeutlicht Klaus Brüske. Am Ende ist nur wichtig, dass alle Teilnehmer Spaß haben, Sport treiben, klönen, gemeinsam essen und trinken.

Multimedia-Geräte dringend gebraucht

Sämtliche Spenden, die in diesem Jahr eingenommen werden, kommen der Kinder- und Jugendeinrichtung WiLLmA (Wohnen im Ladenlokal mit Aktionen) am Hülser Markt zugute. Im Jahr 2005 bauten Gemeindemitglieder der Friedenskirche den offenen Treff auf. Heute besuchen ihn in der Regel ca. 30 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren. Mit dem pädagogischen Leiter Jonas Elsner und seinem Team sind sie nachmittags kreativ tätig, bauen Möbel oder gestalten Fenster. Sie kaufen ein und kochen, denn um 18 Uhr wird bei WiLLmA immer gemeinsam gegessen. Montags, dienstags und donnerstags ist die Einrichtung von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Immer freitags servieren Ehrenamtliche in den Räumen zur Marktzeit von 10 bis 13 Uhr für die Marktbesucher bei „Tante WiLLmA“ Waffeln.

Mit dem Team und den bewährten Waffeln rücken Jonas Elsner und einige Jugendliche auch beim Lauffest an, um die Einrichtung vorzustellen. Das Geld, das an dem Tag erlaufen wird, soll in Multimedia investiert werden. „Bisher haben wir hier keine Computer. Zudem gilt ein striktes Handyverbot“, erzählt der Sozialarbeiter.

Filmdreh zum Dank

In der Arbeit mit den älteren Jugendlichen sei aber nun vermehrt aufgefallen, dass Computer und Internet händeringend gebraucht werden. „Gerade was die berufliche Zukunft der Jugendlichen angeht. Wir könnten gemeinsam nach Stellen gucken, Bewerbungen schreiben und so weiter. Die Jugendlichen brauchen da dringend Hilfe, damit es nach der Schule auch weiter geht“, sagt Jonas Elsner. Bei den Vertrauensleuten rennt er offene Türen ein, schließlich bietet Evonik zum Beispiel im Chemiepark auch mehrmonatige Starthilfe-Qualifizierungen für Jugendliche ohne Schulabschluss an, um auf diesem Weg doch noch fit für eine Ausbildung zu werden. „Wir können uns nicht nur in diesem Bereich mit WiLLmA zusammenschließen“, meint Betriebsrat Karlheinz Völkel. Ihm schwebt auch eine Kooperation mit dem IGBCE-Jugendtreff an der Wiesenstraße vor. „Die Jugendlichen können bis sie 18 Jahre alt sind zu WiLLmA gehen und danach zu uns wechseln“, so Karlheinz Völkel.

Nicht nur die älteren Jugendlichen sollen von den multimedialen Anschaffungen profitieren (ein fünfstelliger Betrag kam beim Lauffest immer zusammen). Mit den Jüngeren will Jonas Elsner Filme drehen. Erst zum Üben über WiLLmA und dann zum Dank über die IGBCE.

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