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Der Laubfrosch von Bodo Borchert ziert die Fassade des 13 Stockwerke hohen Wohngebäudes.

Wohnen im Hochhaus

Über den Dächern von Marl

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MARL - Das einstige Problemkind „Laubfrosch“ wandelte sich zur mittlerweile beliebten Adresse. Ganze 210 Wohnungen sind dort vermietet.

Im siebten Stock genießt Günter Kranzusch (71) von seinem Balkon über blühende Geranien hinweg den unverbauten Blick ins Grüne. „Wenn die Blätter von den Bäumen gefallen sind, kann ich von hier aus beim Fußball zuschauen“, sagt er und zeigt Richtung Sportanlage Hagenstraße. Seit eineinhalb Jahren wohnt er mit seiner Ehefrau Ingeborg (70) in der 87 Quadratmeter großen Wohnung im Laubfrosch an der Adolf-Grimme-Straße. „Wir haben es noch keinen Tag bereut“, sagt der Marler. 42 Jahre lang lebte er mit seiner Familie im Eigenheim. „Aber dann wurde uns das zu viel – das Haus, der große Garten“, erzählt er.

„Zentral gelegen und alles auf einer Etage“, das waren die Bedingungen, die seine Frau gestellt hatte, bevor sie dem Umzug zustimmte. Das Ehepaar sah sich eine Musterwohnung im Hochhaus der neuen Marler Baugesellschaft (Neuma) an und entschied: „Wir ziehen in den Laubfrosch.“ Drei Zimmer, zwei Bäder und die Aussicht über Marl, das schätzen die Kran-zuschs an ihrem Domizil besonders. Statt Fitness durch Gartenarbeit steht heute für Günter Kranzusch täglich mindestens einmal Treppensteigen auf dem Programm. Sonst nimmt er natürlich den Aufzug.

Wohlfühlen im Hochhaus

Günter und Ingeborg Kranzusch fühlen sich wohl im Hochhaus in der Stadtmitte. Dazu trägt nicht zuletzt Josef Sitzer bei. Der 74-Jährige arbeitet als Hausmeister der Neuma. Eigentlich ist er ja seit neun Jahren Rentner. Doch ohne ihn wäre der Laubfrosch nicht, was er heute ist, meint Neuma-Chef Christoph Thier. Vom früheren „Schmuddelkind“ ist das höchste Wohnhaus in Marl zum adretten Vorzeige-Objekt geworden. Dazu haben auch einige Neuerungen beigetragen. Die Fassade ist renoviert, ein sogenanntes Müll-Management eingeführt. Übersetzt heißt das: Die Müllcontainer stehen in abgeschlossenen Pavillons. Den Schlüssel haben nur die Mieter des jeweiligen Eingangs. Dazu gibt es eine neue Beleuchtung. Die Anlagen rund ums Haus sind gepflegt.

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