Zweites Jahr mit Corona

Ostern 2021: Besuche und Reisen fallen aus

  • Patrick Köllner
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Das zweite Osterfest unter Corona-Bedingungen wirft wie im letzten Jahr die Frage auf, wie die Menschen damit umgehen sollen. Dazu hörten wir uns auf dem Wochenmarkt in Hüls um.

Doris Westrup ist Markthändlerin und lässt sich ihre gute Laune nicht verderben. Weder von einem Virus, noch von den damit verbundenen Einschränkungen. Die Stimmung auf dem Markt sei kurz vor Ostern ebenfalls gut: „Die Menschen sind alle nett“, meint Doris Westrup. Da sie an den Feiertagen arbeiten muss, erübrigt sich die Frage nach größeren familiären Zusammenkünften. „Ich treffe mich höchstens mit meiner Mutter. Vielleicht gibt es dann Eierlikör, so wie in den letzten Jahren“, sagt Doris Westrup und lacht.

Katharina Braun lässt es ruhig angehen und bleibt voraussichtlich komplett zuhause. „Vielleicht wäre ich sonst in die Kirche gegangen, so aber verzichte ich darauf“, sagt die Marlerin.

Auf jeden Fall in die Kirche geht Jörg Krunke. Alles andere wäre bei einem Pfarrer der Ev. Stadt-Kirchengemeinde auch eine Überraschung. Krunke leitet am Ostersonntag, 4. April, um 11 Uhr den Gottesdienst in der Auferstehungskirche an der Westfalenstraße 92. Zu Ostern würde er gerne Radfahren, spazieren gehen und auch Eier verstecken.

Marl: Hoffnung auf schönes Wetter

Sein Kollege Roland Wanke setzt an den Feiertagen ebenfalls auf Spaziergänge und hofft auf schönes Wetter. Gutes, selbst gekochtes Essen im Kreis der Familie gehört für den Pfarrer ebenfalls zum Programm. „Ohne Corona wären wir aber gerne essen gegangen oder hätten vielleicht einen Kurzurlaub angetreten“, sagt Roland Wanke.

Nicht in den Urlaub, aber zu ihren Verwandten nach Bremen wäre es in diesem Jahr wieder für Kerstin Langer gegangen. Stattdessen verbringt sie Ostern mit ihrer Familie daheim. „Auf jeden Fall werden wir mit den Kindern Eier suchen“, sagt die junge Mutter. Ob dabei wie zuletzt die älteren Nachbarskinder mithelfen, bleibt abzuwarten. „Im letzten Jahr waren die schneller als unsere Kinder“, sagt Kerstin Langer und lacht.

Marl: Enkelkinder fehlen

Ihre Enkelkinder vermissen Erika und Erwin Gebauer an diesen Feiertagen besonders. „Das ist schade, weil zum zweiten Mal viele beliebte Rituale wegfallen“, sagt Erwin Gebauer.

Keinen Vertrag mit Osterritualen hat Frank Bogutsch. Er hat weder besondere Feiern noch ausgefallene Festmenüs geplant. Auch die angebotenen Gottesdienste will er nicht besuchen. „Wenn das mit der Corona-Krise so weitergeht, gehe ich aber voraussichtlich bald wieder in die Kirche“, sagt Frank Bogutsch mit einem Augenzwinkern.

Rubriklistenbild: © Patrick Köllner

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