Frohe Weihnachten, so gut es eben geht – das ist die Botschaft des Marler Christmas-Busses.
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Frohe Weihnachten, so gut es eben geht – das ist die Botschaft des Marler Christmas-Busses.

Nette Aktion mit Luxus-Liner

„Santa Bus“ aus Marl fährt Senioren und Kinder kostenlos zum Vergnügen

  • Thomas Fiekens
    vonThomas Fiekens
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Der Marler Omnibus-Unternehmer Johannes-Gerd Overhoff hat eine nette Idee umgesetzt. Er hat eins seiner Gefährte zu einem festlich geschmückten Weihnachtsbus umgestaltet.

„Ich möchte so gerne reingucken. Darf ich?“, fragt die Kleine, als der Marler Weihnachtsbus neben ihr und ihrer Mutter stoppt. Ehrensache: Ein Blick ins Innere sitzt drin, natürlich mit allem Coronaregel-Pipapo. Da glänzen die Augen: Der Bus hat einen Tannenbaum, ein Kamin verbreitet heimelige Wärme. Lichterketten, wohin man blickt.

„Die Leute sind begeistert, wenn sie unseren Weihnachtsbus sehen“, berichtet Johannes-Gerd Overhoff aus Marl. „Santa Bus“ statt Rentier – für ihn kein Gag. „Ob Fernsehen oder Radio, Zeitung oder Internet – es gibt ja nur noch ein Thema: Corona. Ich habe mir gedacht: Setzen wir ein Zeichen in dunkler Zeit.“

Seit 1972 in Marl im Omnibusgeschäft

Seit 1972 im Omnibusgeschäft, liegt ein Teil der Flotte des Unternehmens GBB an der Kette – wieder. So wie die gesamte Branche hat die erste Corona-Welle im Frühjahr auch die Overhoffs erwischt. „Als im Sommer Lockerungen kamen, lag alles brach. Wir sind nicht ein Zehntel von dem gefahren, was sonst in heißen Monaten geht. September und Oktober sind die umsatzstärksten Monate – nicht aber 2020. Reisebusse kommen locker auf 100.000 Kilometer im Jahr. Beim Doppeldecker, den wir im März übernommen haben, sind gerade 25.000 auf dem Tacho.“

Gleichwohl ist Overhoff von Jammern weit entfernt, er denkt an Menschen, denen es schlechter geht. „In Altenheimen sitzen in Corona-Zeiten einsame Menschen und auch Kinder sind betroffen. Man liest viel über häusliche Gewalt, und dass Weihnachten in Familien alles andere als friedlich ist“, sagt der Marler. Deshalb nimmt er Senioren mit auf eine Stadtrundfahrt durch Marl, fährt er Mädchen und Jungen aus dem Recklinghäuser Kinderhilfsprojekt „Wilma“ in einen Freizeitpark: „Wir übernehmen Fahrt und Eintritt, ich suche Unterstützer für Lunchpakete. Irgendwann ist wieder alles normal, dann sind wir da und starten durch.“

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