Vor Corona waren die Strände von Mallorca ein Lieblingsziel deutscher Touristen.
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So war es vor Corona: Volle Strände auf Mallorca.

Nach der Reisewarnung

Marler Spanien-Urlauber müssen neu planen

  • vonJulia Grunschel
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Die Reisewarnung des Auswärtigen Amts macht vielen Marler Spanien-Urlaubern einen Strich durch die Rechnung.

Nachdem das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für Spanien aussprach und das Robert-Koch-Institut das Land wieder als Risikogebiet einstuft (Ausnahme: Kanarische Inseln), fragten wir unsere Leser, ob sie trotzdem nach Spanien fahren.

Wenn ihr Flug nicht gecancelt wird, will Loreen Schneider am Montag nach Mallorca reisen. „Wir haben weder Bedenken noch Angst vor einer Ansteckung. Die Strände in Deutschland sind zum Teil voller als dort und egal wo, man könnte sich überall anstecken“, sagt sie, „wir wissen, wie und wo wir uns aufhalten – von daher freuen wir uns sehr drauf.“

Quarantäne schreckt Marlerin nicht ab

Dass sie nach ihrer Rückkehr dazu verpflichtet ist, einen Corona-Test zu machen und bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses in Quarantäne bleiben muss, sei kein Problem. „Wir haben noch Urlaub und Homeoffice, demnach ist das alles kein Thema“, so Loreen Schneider.

Unsicher dagegen ist André Mölleken. Sein Flieger nach Mallorca soll am nächsten Donnerstag gehen. Ob er fliegen will, wollen wir wissen? „Jein“, lautet seine Antwort. André Mölleken: „Mir wäre Klarheit bei der Frage zur Reisewarnung lieber als dieses Ungewisse. Natürlich würde ich gerne unter Einhaltung der AHA-Regeln den Urlaub genießen, aber das ist momentan nicht ordentlich und sicher möglich.“ (Anmerkung der Redaktion: AHA steht für Abstand, Hygiene, Alltagsmasken)

Warum kein Reiseverbot?

Ein komplettes Reiseverbot hätte Anja Klaus befürwortet: „Wir wären am 22. August geflogen, ich verstehe nicht, warum kein Verbot ausgesprochen wird? Dann würden wir unser Geld wieder bekommen. So heißt es, wir dürfen ja fliegen und dass es nur eine Warnung sei. Das ist alles sehr fragwürdig meiner Meinung nach.“ Aktuell werden auch in Österreich stimmen nach einer Reisewarnung laut.

Marler Reisebüros haben viel zu tun

Die Tourismusbranche hat die Corona-Krise bekanntlich schwer getroffen. Einige Reiseveranstalter haben Trips nach Spanien jetzt bereits von sich aus storniert. Darum haben Renate Sons und ihre Kolleginnen im TUI-ReiseCenter Marl derzeit viel zu tun, um Reisen umzubuchen. „Die meisten Kunden wollen tatsächlich nicht stornieren, sondern andere Ziele ansteuern.“ Griechenland, die Kanaren – auf letztere fliegt Renate Sons selbst auch bald. „Genau wie die meisten meiner Kunden denke ich mir, dass ich mich auch hier überall anstecken könnte“, sagt die Reisebüro-Inhaberin.

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