Ein Bauzaun ist rund um das Gelände der Kreuzkirche in Sinsen schon seit Jahren aufgebaut
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Ein Bauzaun ist rund um das Gelände der Kreuzkirche in Sinsen schon seit Jahren aufgebaut

Denkmalschutz in Marl: Rat nimmt zwei weitere Gebäude in die Liste auf

  • Martina Möller
    vonMartina Möller
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Laut Ratsbeschluss werden zwei weitere Gebäude in Marl in die Denkmalliste eingetragen. Um diese beiden Orte geht es.

Zurzeit deutet noch wenig daraufhin, dass hier zwei schützenswerte Immobilien stehen. Bauzäune, verbretterte Fenster und Graffiti bestimmen das Bild an den leerstehenden Gebäuden. Aber das soll sich ändern. Wir stellen die neuen Baudenkmäler vor: Ein Schulgebäude, das aus Pavillons besteht: Damit zählte die 1966 bis 1986 nach Plänen des Architekten Günter Marschall erbaute Volksschule an der Kampstraße 8 in Marl-Mitte zu den modernsten des Landes. Vor mehr als zehn Jahren hatte die Kampstraße als Schulstandort ausgedient. Der Rat beschloss den Abriss – auch, weil es erhebliche bauliche Mängel durch Schimmelbefall gab. 2015 kamen immer mehr Flüchtlinge nach Marl, der intakte Teil des Gebäudes wurde für rund 300.000 Euro als Unterkunft hergerichtet, dann aber doch nicht gebraucht.

Marler Kirche soll umgebaut werden

Im Januar 2017 musste die evangelische Gemeinde in Marl-Sinsen Abschied von der Kreuzkirche nehmen. Danach passierte an der Goldregenstraße erst einmal nichts mehr. Im August 2018 stellte die Arbeiterwohlfahrt (Bezirk Westliches Westfalen) ihre Pläne vor, auf dem Grundstück an der Kreuzkirche 37 barrierefreie Seniorenwohnungen zu bauen. Das Kirchengebäude soll zum Begegnungszentrum umgebaut werden. Über den Denkmalschutz für die Kreuzkirche in Sinsen wird schon länger diskutiert als über „Marschall 66“.

Für Marschall 66 an der Kampstraße sind die Umbaupläne im August 2019 vom Rat beschlossen worden. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat den Denkmalschutz für das Gebäude an der Kampstraße beantragt. Aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ gibt es für die nach derzeitigem Stand mit rund 15 Millionen Euro veranschlagte Sanierung 5,4 Millionen Euro für den Umzug des Skulpturenmuseums aus dem Glaskasten in die Schule. Hinzu kommen 4,4 Mio. Euro aus dem Stadtentwicklungsprogramm des Landes NRW, deren Bewilligung die Kommunalaufsicht noch zustimmen muss.

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