Ehrenamtliche Mitarbeiter von Kirchen und Wohlfahrtsverbänden wollen die Senioren aus Marl zum Impfzentrum nach Recklinghausen bringen.
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Ehrenamtliche Mitarbeiter von Kirchen und Wohlfahrtsverbänden wollen die Senioren zum Impfzentrum nach Recklinghausen bringen.

Erste Termine sind vermittelt

Stadt Marl organisiert Fahrdienst: Wie Senioren ab 80 zum Impfzentrum kommen

  • Heinz-Peter Mohr
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Die Stadt Marl koordiniert für alle Senioren über 80 einen kostenlosen Fahrdienst zum Impfzentrum in Recklinghausen. Ehrenamtliche Helfer von Kirchengemeinden, Moscheen und Wohlfahrtsverbänden holen sie zu Hause ab und bringen sie dorthin.

Update, 9. Februar, 16.54 Uhr: Die Resonanz auf den kostenlosen Fahrdienst blieb heute am ersten Tag überschaubar. Bis 15 Uhr gingen zwölf Anrufe ein. Zwei Senioren hatten allgemeine Fragen zum Impfen, zehn äußerten konkrete Wünsche für den Fahrdienst, berichtet Stadtsprecher Rainer Kohl. Die ersten fünf verbindlichen Fahrgelegenheiten sind vermittelt. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass die Nachfrage steigt, wenn mehr Impfstoff vorhanden ist und mehr ältere Menschen Impftermine bekommen haben.

Das berichteten wir bisher: Über 80-Jährige, die Termine für das Impfzentrum in Recklinghausen bekommen haben, rufen in der Stadtverwaltung Marl von 9 bis 15 Uhr (freitags nur von 9 bis 11 Uhr) die zentrale Rufnummer 99 20 21 an und werden auf Wunsch an die Helfer vermittelt. Auch Rollstühle und Rollatoren werden transportiert.

Nur Senioren aus Marl, die feste Impftermine haben, sollten die Service-Nummer wählen. Die Stadt vergibt keinen Impftermin, kann auch keine medizinische Beratung leisten. Während der Fahrt sollten die zur Impfung Angemeldeten und ihre Helfer eine FFP2-Maske tragen. Die Ehrenamtlichen werden die Seniorinnen und Senioren zur Aufnahme begleiten und nach der Impfung wieder abholen.

Bereitschaft der Helfer ist in Marl groß

Viele ehrenamtliche Helfer sind während der Pandemie nicht im Einsatz und warten auf neue Aufgaben. So war die Bereitschaft groß, beim Fahrdienst mitzumachen. „Wir mussten keine Überzeugungsarbeit leisten“, berichtet Bürgermeister Werner Arndt.

Nach Schätzungen der Stadtverwaltung wissen zehn bis 20 Prozent der Menschen über 80 Jahre nicht, wie sie zum Impfzentrum kommen sollen. „Es darf nicht passieren, dass Ältere auf eine Impfung verzichten, nur weil sie keine Fahrgelegenheit kennen“, sagt der Bürgermeister.

Diese Gemeinden und Verbände in Marl machen mit

Auf seine Initiative hat die Stadt Marl deshalb die Organisation des Fahrdienstes übernommen. Beteiligt sind der Caritasverband, die katholischen Gemeinden Heilige Edith Stein und Sankt Franziskus, die evangelische Stadtkirchengemeinde, Friedenskirche, Arbeiterwohlfahrt (Awo), die Fatih-Moschee, die alevitische Gemeinde und die Pfadfinder von Christ König in Sickingmühle.

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