Drei Sternsinger stehen in einer Kirchen vor einer Krippe
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Coronabedingt lief die Sternsingeraktion der beiden katholischen Pfarrgemeinden in Marl anders ab als sonst.

Hausbesuche fielen aus

Sternsingeraktion: Alternative Maßnahmen führen zu überraschendem Erfolg

Wegen Corona konnten in diesem Jahr keine kleinen „Könige“ von Haus zu Haus ziehen. Darum suchten die Gemeinden nach Alternativen. Und hatten Erfolg.

Von Lara Erwig

Die Organisatoren mussten neue Wege gehen, doch am Ende waren alle zufrieden mit der Resonanz und den erhaltenen Spenden. Insgesamt kamen rund 41.000 Euro zusammen. Da auf das persönliche Aushändigen des Segens verzichtet werden musste, wurden in vielen Gemeinden Spendentüten in die Briefkästen geworfen oder Segensstationen in den Kirchen aufgebaut. Außerdem boten viele Gemeinden spezielle Gottesdienste an.

„Diese Gottesdienste waren gut besucht und wir haben positive Rückmeldungen bekommen“ freut sich Ludger Wöhle, vom Helfer-Team in St. Heinrich. Dennoch bedauert er, dass die Jüngsten der Gemeinde diesmal nicht Teil der Aktion sein konnten: „Es tut mir vor allem für die vielen engagierten Kinder leid, die aufgrund von Corona diesmal nicht von Haus zu Haus ziehen konnten.“

Marl: Sternsingeraktion ist erfolgreich

Auch Benedikt Stelthove, Pastoralreferent der Gemeinde St. Bartholomäus, bedauert dies: „Die Kinder sind sonst immer so stolz, wenn sie ihre Büchsen abgeben und erfahren, wie viel sie für Kinder in Not sammeln konnten.“ Der 32-jährige freut sich dennoch über eine Gesamtspendensumme von gut 19.900 Euro, die in der Pfarrei Heilige Edith Stein zusammenkam: „Ich hätte das nicht für möglich gehalten, dass doch so viel gespendet wurde. Und wir wissen noch nicht, wie viele Menschen direkt auf das Konto der Aktion eingezahlt haben“.

Marl: Spendentüten wurden verteilt

Gut lief es auch in St. Pius, wo durch viele freiwillige Helfer 800 Spendentüten verteilt wurden. „Wir haben durchweg positive Rückmeldungen bekommen und möchten uns bei allen bedanken, die sich mit ihrer Spendentüte auf den Weg zur Kirche gemacht haben“, betont Birgit Doppheide. Mit Kindern aus St. Georg und St. Bonifatius wurde ein Video mit Sternsingergruß gedreht. „Das Video ist auf der Seite der Pfarrei zu sehen“, freut sich Frederike Jansen, die Teil des Organisatoren-Teams war.

Auch in St. Franziskus wurde ebenso nicht auf die Sternsingeraktion verzichtet. „Uns war es sehr wichtig, alle Haushalte zu besuchen. Das war nur mit der Hilfe von vielen Ehrenamtlichen möglich, die die Spendentüten verteilt haben“, betont Wilhelm Heek. So kamen gut 21000 Euro zusammen, wobei die Direktspenden an die Sternsinger-Website nicht mitgezählt wurden. Zudem wurde erstmals ein Segensmobil eingesetzt. Das von einem Pfarrer sowie einer Ordensschwester gefahrene Fahrzeug war mit einer Krippe bestückt und spielte Sternsingerlieder. Das Mobil soll auch in Zukunft eingesetzt werden.

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