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Keine Angst vor Corona: Das Team von Rewe Te-Ko in Alt-Marl ist weiter für die Kunden da: (v. li.) Silke Koppers, Marlies Meyer, Christa Matrusch und Monika Wittwer.

Folgen für Arbeitnehmer

Corona-Krise: Diese Branche kann nicht ins Homeoffice

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Während das öffentliche Leben in Marl immer mehr zum Stillstand kommt, herrscht in einem der wichtigsten Geschäftszweige Hochbetrieb.

Im Edeka-Markt Zutz am Dümmerweg herrschen jetzt strenge Regeln. Der Einkauf ist nur noch in haushaltsüblichen Mengen gestattet. Mit mehr als einem Paket Klopapier, drei Päckchen Hefe und sechs Konservendosen verlässt hier niemand den Laden. Darauf zu achten ist für die Angestellten eine Zusatzaufgabe. Außerdem dürfen sich im Geschäft nur noch 30 Personen gleichzeitig aufhalten. Damit die Zahl nicht überschritten wird, stehen auch nur noch 30 Einkaufswagen zur Verfügung.

Angst vor dem Coronavirus haben die von uns befragten Mitarbeiter nicht, die Anspannung ist ihnen aber anzumerken. „Unter zehn Stunden täglich kommen wir derzeit nicht mehr nach Hause“, sagt der stellvertretende Marktleiter Philipp Ulbrich. Um die Kollegen zu entlasten, werden die Öffnungszeiten bei Zutz in Kürze um zwei Stunden pro Tag verringert. „Die Mitarbeiter müssen sich dringend erholen können“, sagt Philipp Ulbrich. 

Marler lassen sich öfter beliefern

Stressiger geht es teilweise auch bei Rewe Te-Ko in Alt-Marl zu. Der Lieferservice wird aktuell wesentlich häufiger als sonst in Anspruch genommen. Bis spätestens um 11 Uhr muss die gewünschte Ware telefonisch bestellt sein. Ausgeliefert wird noch am selben Tag. 

Um die Mehrarbeit zu schaffen, helfen bei Te-Ko auch Studenten aus. Früher wurde die Ware in Kisten transportiert und an die Kunden übergeben. Das ist vorbei. „Die Bestellungen werden jetzt in Papiertüten gepackt und abgestellt“, sagt Geschäftsführerin Silke Koppers. Die Kunden bezahlen dann bar – möglichst passend und ohne Körperkontakt

Marl: Corona-Krise verändert Geschäfte

Die Kassiererinnen sitzen jetzt hinter einer Plexiglasscheibe und tragen Handschuhe.  Dazu kommt die Beschränkung der Abgabemenge von Toilettenpapier und Küchenrollen. „Das gibt es nur noch auf Nachfrage und steht auch nicht mehr frei zugänglich im Laden“, so Silke Koppers. Ihr Mann Gregor Koppers ergänzt: „Die vielen Fotos und Videos dazu, die in sozialen Netzwerken geteilt werden, tragen unnötig zur Panik bei und lösen Hamsterkäufe aus. Ich wäre froh, wenn die Leute das lassen würden.“

Alle Infos zur Corona-Krise in Marl finden Sie in unserem Ticker.

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