Jan Erik Stahlheber aus Marl mit dem Gerät, das er auf den Markt gebracht hat.
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Jan Erik Stahlheber mit dem Gerät, das er auf den Markt gebracht hat.

„Hilft auch gegen Corona“

Mit UV-Licht gegen Viren - Jungunternehmer aus Marl bringt neues Gerät auf den Markt

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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Mit 20 Jahren schon Unternehmer - das muss man Erik Stahlheber erstmal nachmachen. Er hat ein Verfahren für die Desinfektion von Räumen auf den Markt gebracht und betont, dass es auch gegen Corona-Viren in der Luft wirke.

Mithilfe ultravioletter keimtötender Bestrahlung werden die Räume desinfiziert. Bei dem Verfahren wird kurzwelliges, ultraviolettes (UV-C-) Licht verwendet, um Mikroorganismen abzutöten oder zu inaktivieren. Und zwar, indem Nukleinsäuren und ihre DNA zerstört werden, sodass sie keine lebenswichtigen Zellfunktionen mehr ausführen können.

Jan Erik Stahlheber steuert das betriebswirtschaftliche Wissen zu diesem Projekt bei. Im Hintergrund, so deutet er an, hätten einige Fachleute mit Spezialkenntnissen an der Entwicklung des tragbaren Geräts mitgewirkt. Schon früh im Jahr 2020 war er mit der Idee am Start, als erste Anzeichen darauf hindeuteten, dass sich das Virus auch über Aerosole in der Raumluft verbreitet. Ein „Mentor“ habe ihn gefördert, deutet der junge Mann aus Marl an.

Firma in Marl nimmt viel Zeit in Anspruch

Neben seiner Unternehmer-Rolle ist der 20-Jährige BWL-Student. Gerade hat er zu einer Fern-Uni gewechselt, damit er Studium und Unternehmen besser unter einen Hut bekommt. Das Dasein als Gründer und Geschäftsführer einer Firma nehme viel Zeit in Anspruch. Doch der Lohn der Mühe, sagt der junge Mann, seien zufriedene Kunden. Auf der Internetseite finden sich Testimonials, also fürsprechende Kunden-Rückmeldungen, unter anderem von einem Marler Therapie-Zentrum und einer Kfz-Werkstatt.

Bestellen kann man das in China gefertigte UV-Gerät online, es ist mühelos aufgebaut. Das Unternehmen firmiert unter der Adresse Josefstraße 11 – dort betreibt auch Vater Markus seinen Koi-Handel. Dass der Vater den Sohn bei seinen Business-Aktivitäten unterstützt, ist kein Geheimnis. Die Nachfrage nach dem Gerät, das 599 Euro kostet, kommt bislang aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Informationen auf der Internetseite kann man freilich auch auf Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch sehen.

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