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Eltern lassen ihre Kinder morgens vor der Harkortschule im absoluten Halteverbot aus den Autos steigen. 

Elterntaxis

Verkehrschaos an Schulen überall in Marl - Leser beschweren sich

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Elterntaxis nerven viele Leser in der ganzen Stadt. Sie haben drastische Forderungen. Manche Marler fordern Straßensperren.

Unser Bericht über das morgendliche Verkehrschaos an der Harkortschule wird heiß diskutiert. Tenor: Nicht nur in Drewer, sondern auch an vielen anderen Marler Schulen gibt es von montags bis freitags zwischen 7.30 und 8 Uhr das gleiche Problem. Unglaublich viele Elterntaxis sorgen auf engstem Raum dafür, dass die Verkehrssituation vor allem für andere ankommende Schüler unsicher und unübersichtlich ist.

Marler sind sauer 

Unsere Facebook-Leserinnen Daniela Ostrop und Allyn Nylla laufen mit ihren Kindern zur Goetheschule. Die Überquerung der Kreuzung Heinrich-Heine/Matthias-Claudius-Straße sei „die Hölle“. Niemand achte auf die Rechts-vor-Links-Regelung und die geltende Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. „Dass hier noch nie etwas passiert ist, ist ein reines Wunder. Einige Eltern stellen sich sogar auf die Straße, damit die Kinder sicher die Kreuzung überqueren können“, erzählt Daniela Ostrop. Leserin Allyn Nylla beklagt: „Rein gar nichts wurde/wird unternommen! Vielleicht wäre es mal angemessen, zur aktiven Kontrolle überzugehen und die Kreuzung bis zu einer bestimmten Uhrzeit zu sperren!“ Sperrungen empfiehlt auch Facebook-Leserin Sarah Borchers, die in der Nähe von zwei Schulen wohnt und auch an der Schule ihres Sohnes morgens das „absolute Chaos“ beobachtet. „Es sollte strenge Auflagen geben und nur feste Schulparkplätze. Zur Not einfach die Straßen absperren und nur Anwohner durchlassen“, lautet ihre Empfehlung. Anfangs hätten ihr Mann oder sie den Jungen zur Schule begleitet, heute laufe er die ca. 800 Meter alleine. 

„Vertraue meinem Kind, aber anderen nicht“ 

Wenn Facebook-Leserin Stefanie Meyer ihren Sohn zur Schule bringt, nehmen die beiden das Rad oder laufen. Unfassbar findet sie, was sie noch am Freitag beobachtet hat: „Ein Autofahrer hat an einer für die Autos grünen Ampel seine Tochter rausgelassen. Sie rennt natürlich ohne auf den anderen Verkehr zu achten über die rote Fußgängerampel. Anstatt die 20 Meter weiter auf den Schulparkplatz zu fahren, setzen die Eltern ihre Kinder solchen Gefahren aus!“ Vanessa Baldy zum Beispiel gehört zu denjenigen, die ihre Kinder mit dem Wagen bringen: „Ich fahre meinen Sohn bis auf den Schulparkplatz. Es wurden in letzter Zeit so viele Kinder in Marl angefahren. Außerdem haben wir heute eine andere Zeit. Ich vertraue meinem Kind voll und ganz und weiß auch, dass er das alleine super locker schaffen würde und auch schon oft gemacht hat – nur leider vertraue ich den anderen Menschen und den Autofahrern nicht!“ Nicht aus Eltern-, sondern Anwohnersicht meldet sich Leser Hans-Jürgen Schaper zu Wort. Schon im Jahr 2012 beklagte er in einem Bericht unserer Zeitung, dass Eltern auf dem Weg zur Harkortschule nicht davor zurückschrecken, eine Privatstraße zu befahren.

Wie die Situation am Montagmorgen vor der Harkortschule ausschaut, haben unsere Kollegen von cityInfo.TV auf Video festgehalten:

Elterntaxis sorgen in Marl für gefährliche Situationen | cityInfo.TV

Elterntaxis sorgen in Marl für gefährliche Situationen | cityInfo.TV

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