Die Kreuzung an der Schillerstraße/Hervester Straße stuft die Polizei als Unfallschwerpunkt ein. Im Januar 2019 stießen hier ein Notarztwagen und ein Auto zusammen. Alle Beteiligten wurden verletzt.
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Die Kreuzung an der Schillerstraße/Hervester Straße stuft die Polizei als Unfallschwerpunkt ein. Im Januar 2019 stießen hier ein Notarztwagen und ein Auto zusammen. Alle Beteiligten wurden verletzt.

Unfallstatistik 2019

So viele Unfälle wie nie in Marl – die Polizei will öfter kontrollieren

  • vonJulia Grunschel
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Die Zahlen werfen ein sehr schlechtes Licht auf die Autofahrer in Marl: Im letzten Jahr haben sie in der Stadt 2605 Unfälle verursacht – viel mehr als im Vorjahr.

  • 2605 Unfälle gab es im letzten Jahr in Marl
  • Es kommt zu mehr Unfallfluchten
  • Die Polizei ist besorgt und will mehr Kontrollen durchführen

Den Mumm und das Pflichtbewusstsein, sich bei der Polizei zu melden, haben immer weniger Unfallverursacher. Waren es im Jahr 2015 „nur“ 378 Unfallfluchten, die die Polizei erfasste, stieg die Zahl sukzessive an. 554 Fluchten verzeichneten die Beamten im Jahr 2018. Um weitere 108 Fluchten stieg die Zahl in den nächsten zwölf Monaten auf 662 an. Das geht aus dem Verkehrsunfallbericht hervor, den die Polizei für den Bezirk des Polizeipräsidiums Recklinghausen veröffentlichte. „Schön reden kann man gar nichts. In allen anderen Städten ist die Entwicklung besser. In Marl - wo es erst kürzlich einen tödlichen Verkehrsunfall gab - steigt die Zahl der Fluchten weiter an“, erklärt Karl-Heinz Henn, Leiter der Direktion Verkehr.

Unfälle in Marl häufen sich

Ebenso erschreckend ist die Zahl der Gesamtunfälle. Denn während sie bezirksweit sanken, stiegen sie in Marl erheblich an. 2605 Unfälle meldet die Polizei für das letzte Jahr – 347 Unfälle mehr als im Vorjahr (2258). „Das macht uns Sorge. Aktuell kann ich das nicht erklären. Wir werden jetzt einzelne Verkehrsteilnehmergruppen genauer analysieren und bewerten“, sagt Karl-Heinz Henn.

Die Polizei will ihr Augenmerk verstärkt auf Marl legen 

Bei all dem Negativen hebt Karl-Heinz Henn nur eine positive Entwicklung hervor: Die Zahl der jungen Erwachsenen, die unter Drogen- oder Alkoholeinfluss (9 statt 14) oder wegen überhöhter Geschwindigkeit (7 statt 9) Unfälle gebaut haben, ist gesunken. 

Verschiedene Präventivmaßnahmen würden hier die gewünschte Wirkung zeigen. Aber wie will die Polizei die vorgenannten Probleme in den Griff bekommen? „Wir werden unser Augenmerk nun verstärkt auf Marl legen, Aufklärungskampagnen machen, aber auch repressive Maßnahmen ergreifen und mehr kontrollieren, um die Sicherheit auf den Straßen wieder zu erhöhen“, kündigt Karl-Heinz-Venn an.

Die vollständige Analyse und weitere Informationen zum Unfallbericht finden Sie im e-Paper unserer Zeitung.

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