Stephanie Fellenberg vom Tierheim Marl kümmerte sich um den Skorpion.
+
Stephanie Fellenberg vom Tierheim Marl kümmerte sich um den Skorpion (links vorne in der Kiste).

Tierheim-Rückblick

Von Abschieden und neuen Perspektiven für Hund, Katze und Co.

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
    schließen

Es sind die kuriosen Fälle im Tierheim, die Schlagzeilen machen. Aber auch der Alltag hält schöne und traurige Geschichten bereit. Ein Jahresrückblick.

Der Skorpion, der offenbar als „Urlaubsmitbringsel“ eingereist war und für den zum Glück eine sachkundige Pflegestelle gefunden werden konnte, gehörte zu den Kuriositäten im Tierheim Marl.. Die Schildkröte, die ihren Bauchpanzer nach oben klappen kann – das kannte man bis dato im Marler Tierheim auch noch nicht. Die den Mitarbeitern unbekannte Art war eine Dosen- oder Scharnierschildkröte. „Wieder etwas dazugelernt“, kommentiert das die Vorsitzende des Tierschutzvereins Marl-Haltern, Annegret Gellenbeck , heiter.

Es gibt Hoffnung für Lucky

Doch den Alltag im Tierheim bestimmen weit weniger ungewöhnliche Tierarten, jedes Geschöpf freilich mit eigenem Wesen und seiner eigenen Geschichte, die 2020 mal erfreulich, mal traurig verlief. Da sind Hunde wie Lucky, dessen Name endlich seiner Lebensrealität entspricht und keinen ungewollten Zynismus mehr darstellt: Er lebt, nachdem er offenbar in seiner Jugend etwas erfahren hat, das sein Vertrauen in Menschen beschädigt hat und ihn heute bisweilen als Abwehrmechanismus zubeißen lässt, bei Hundetrainer Markus Eisenbeiser. Und es besteht Hoffnung, den Vierbeiner, der mit einer Unterbrechung von 24 Stunden seit 2017 im Tierheim war, endlich in ein geeignetes Zuhause vermitteln zu können.

Rüde Duke war schwer krank - Tierheim musste Abschied nehmen

Auch das Abschiednehmen gehört zum Tierheim-Alltag. Etwa vom Magyar Vizsla-Rüden Duke, der einst wohl ein fröhlicher, lebensfroher Hund war. Aber wie das so ist: Alt und todkrank vermisste ihn offenbar niemand mehr. Es stellte sich bei einer Untersuchung heraus: Der Vierbeiner hatte neben anderen Krankheiten auch Leberkrebs. Der Versuch, einen Hospiz-Platz für ihn zu finden, scheiterte. „Am 15. September haben wir Duke gehen lassen müssen, weil sich sein Zustand dramatisch verschlechterte. Wir hatten ihn alle sehr ins Herz geschlossen und vermissen ihn“, schreibt die Chefin des Tierschutzvereins.

Weitere schöne und traurige Geschichten aus dem Tierheim-Jahr 2020 lesen Sie in der Montag-Ausgabe der MZ und im E-Paper.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Impfstart in der Paracelsus-Klinik Marl: Wie viele Mitarbeiter ihre Bereitschaft erklärten
Impfstart in der Paracelsus-Klinik Marl: Wie viele Mitarbeiter ihre Bereitschaft erklärten
Impfstart in der Paracelsus-Klinik Marl: Wie viele Mitarbeiter ihre Bereitschaft erklärten
Coronavirus in Marl: Die Zahlen nach dem Wochenende
Coronavirus in Marl: Die Zahlen nach dem Wochenende
Coronavirus in Marl: Die Zahlen nach dem Wochenende
Scheue Nachbarn - Heimlichtuer leben auch im stadtnahen Wald
Scheue Nachbarn - Heimlichtuer leben auch im stadtnahen Wald
Scheue Nachbarn - Heimlichtuer leben auch im stadtnahen Wald
Brand in Marl-Brassert: Erste Hinweise auf die Ursache
Brand in Marl-Brassert: Erste Hinweise auf die Ursache
Brand in Marl-Brassert: Erste Hinweise auf die Ursache
370 Marler Kinder haben keinen Kita-Platz - Stadt will Abhilfe schaffen
370 Marler Kinder haben keinen Kita-Platz - Stadt will Abhilfe schaffen
370 Marler Kinder haben keinen Kita-Platz - Stadt will Abhilfe schaffen

Kommentare