So sieht es heute in der Burg, eineinhalb Jahre nach der Rodungsaktion von Regionalverband Ruhr und Stadt Marl aus.
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So sieht es heute in der Burg, eineinhalb Jahre nach der Rodungsaktion von Regionalverband Ruhr und Stadt Marl aus.

6900 Bäume nachgepflanzt

Wann erholt sich die Burg in Marl vom Kahlschlag? - Junge Bäume sind schon braun

  • Heinz-Peter Mohr
    vonHeinz-Peter Mohr
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Als Kahlschlag kritisierten viele Bürger die Fällaktion vor eineinhalb Jahren in der Burg. "Marl wird die erste baumfreie Stadt", meinte eine Leserin. Regionalverband und Stadt pflanzten 6900 junge Bäume nach. Hat sich das Naturschutzgebiet erholt?

  • Behörden pflanzen nach Kahlschlag fast 6900 Bäume nach
  • Junge Setzlinge verdorren aufgrund der langen Trockenheit
  • RVR kündigt Nachpflanzungen an

Im Januar 2019 hatten der Regionalverband Ruhr und die Stadt Marl großflächig Wald vernichtet – auf elf Prozent der Fläche in der Burg. Sogar eine 211 Jahre alte Rotbuche wurde gefällt. Naturschützer protestierten, das Landesumweltministerium rügte später den Kreis Recklinghausen, der alles genehmigt hatte: Eine solche große Fällaktion hätte es nicht geben dürfen. 

Wann erholt sich die Burg in Marl vom Kahlschlag?

Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg © MZ
Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg © MZ
Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
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Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
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Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
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Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
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Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
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Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
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Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
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Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
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Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
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Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
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Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg © MZ
Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
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Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg © MZ
Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg
Die Situation Ende Mai nach dem Kahlschlag im Naturschutzgebiet Die Burg © MZ

Der Kreis musste für die Wiederaufforstung der 1,7 Hektar großen Fläche sorgen. Davon hat sich unsere Redaktion überzeugt: Tausende Setzlinge wurden von Dezember 2019 bis zum März dieses Jahres gepflanzt. Doch die Heilung wird Jahrzehnte dauern. Zumal der junge Mischwald unter der Trockenheit leidet. Einige Bäumchen sind schon verdorrt – das stellten wir bei unserem Besuch in der Burg fest.

Gebiet in Marl von der EU besonders geschützt 

Gewässert werden die Pflanzen nicht: „Wir sind nicht in der Lage, so viel Wasser für das ganze große Gelände heranzukarren“, bedauert Forstwirt Martin Banuscher vom Regionalverband Ruhr. Die Schäden seien trotz anhaltender Trockenheit aber „verhältnismäßig gering“, teilt RVR-Sprecherin Barbara Klask mit. Sie versichert: Wenn Jungbäume nicht angehen und größere Lücken entstehen, werden der RVR und die Stadt Marl nachpflanzen. 

Die Burg ist ein von der Europäischen Union besonders geschütztes Gebiet. Weil dort am Waldrand Äste herabfallen und benachbarte Kleingärtner oder Spaziergänger hätten gefährden können, ließ die Stadt die Bäume entfernen. Auch der RVR ließ in seinem angrenzenden Waldgebiet großflächig roden. Anwohner waren entsetzt. Die Wählergemeinschaft Die Grünen reichte nach der Fällaktion eine Fachaufsichtsbeschwerde ein.

Marl: Ein Naturschutzgebiet nach dem Kahlschlag | cityInfo.TV

Marl: Ein Naturschutzgebiet nach dem Kahlschlag | cityInfo.TV

Land rügt Fällaktion in Marl

Letzten Endes stellte das Landesumweltministerium fest: Bei jedem einzelnen Baum hätte geprüft werden müssen, ob die brisante Fällung wirklich notwendig war. Weil die Kreisverwaltung das aber nicht für nötig gehalten hatte, wurde sie gerügt. Nun lässt sich nicht mehr feststellen, ob ein derartig großflächiger Kahlhieb zur Abwendung von Gefahren erforderlich war, kritisierte das Ministerium. Das Entfernen einzelner Bäume in bodenschonender Weise hätte wohl gereicht. 

Ein weiteres Problem: Die schweren Maschinen, die bei der Fällaktion eingesetzt wurden, haben auf dem sandigen Boden in der „Burg“ schwere Schäden verursacht.

Bewegung geht in der Burg natürlich trotz der Rodung. Doch auch sehr ist sportlich ab dem Wochenende wieder möglich. Es gibt einige Lockerungen.

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