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Nicole Forster (li.) und Heidi Dorn begrüßen die Kunden im Modegeschäft NKD mit Mundschutz.

Corona-Pandemie

Wiedereröffnung nach Zwangspause: So erleben die Einzelhändler in Marl den Neustart

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Nach dem Ende der Corona-Zwangspause startete der Einzelhandel jetzt neu. Die Erleichterung darüber ist groß.

  • Am Montag öffneten auch in Marl wieder Geschäfte mit einer Größe bis zu 800 qm
  • Viele Mitarbeiter tragen eine Maske
  • Kinder- und Sommerkleidung sind Verkaufsschlager
Nach den Beschlüssen der Bundesregierung in der letzten Woche durften viele Einzelhändler am Montag wieder ihre Türen öffnen. Die Corona-Krise ist damit zwar noch längst nicht überwunden, aber die Erleichterung über diese Maßnahme sieht man den von uns befragten Angestellten und Geschäftsführern deutlich an – trotz Mundschutz.

Den tragen die Verkäuferinnen Nicole Forster und Heidi Dorn jetzt grundsätzlich, wenn sie Kunden in der Hülser Filiale des Textileinzelhändlers NKD bedienen. Beide Frauen sind von Kurzarbeit betroffen und deswegen froh, dass der Laden wieder geöffnet ist. „Die Kunden waren heute alle vorsichtig und haben auf ausreichenden Abstand geachtet“, sagt Nicole Forster. Damit sich die Kunden bei „Ernsting‘s Family“ nicht zu nah kommen, dürfen maximal 18 Personen in das Geschäft in der Hülsstraße. „Wir werfen da ständig ein Auge drauf“, sagt Verkäuferin Heike Bleck.

Marl: Mitarbeiter tragen Masken

Wie ihre Kollegin Birgit Nelde trägt auch sie eine Maske vor dem Mund. Die Stimmung sei jedenfalls gut. „Kunden nehmen Rücksicht und haben Verständnis für die besonderen Bedingungen“, sagt Birgit Nelde. Zu den gefragten Artikeln gehört beiErnsting‘s Family Kinderbekleidung. Der Grund dafür macht deutlich, wie lange die Corona-Krise schon dauert. Heike Bleck: „Kleine Kinder können aus ihren Sachen schnell rauswachsen, dann brauchen sie größere.“ Während der Zwangspause machten aber nicht nur Kinder einen „Schuss“, auch das Wetter änderte sich. „Als wir schließen mussten, war es noch relativ kalt“, blickt Andrea Lau zurück.

Darum wundert es die Verkäuferin nicht, dass die Kundinnen in ihrer „Bonita“-Filiale jetzt besonders nach Sommerkleidung Ausschau hielten. „Einige standen schon morgens vor der Tür. Sehr gefragt war Kurzarm“, so Andrea Lau. Als eine Kundin den Laden betritt und nach Unterwäsche fragt, muss Andrea Lau ihre geschulten Reflexe bremsen. „Instinktiv geht man auf die Leute zu und möchte helfen, aber das geht leider nicht mehr“, so die Verkäuferin. Zusätzlich trägt sie bei der Arbeit einen Mundschutz – zum ersten Mal in zehn Jahren Berufserfahrung.

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