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Die Fußgängerzone in Hüls: Ihre Umgestaltung steht auf der Prioritätenliste im Stadtteilkonzept ganz weit oben.

Werbegemeinschaft

Stehen Nikolaus-Umzug und Weinfest in Hüls vor dem Aus?

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Die Werbegemeinschaft Hüls ist enttäuscht. Jetzt stellt sie sogar infrage, ob Weinfest und Nikolausumzug in den nächsten Jahren noch stattfinden können.

  • Die Werbegemeinschaft Hüls ist sauer
  • Ein Antrag mit Forderungen zur Entwicklung des Stadtteils Hüls wurde abgelehnt
  • Seit 1999 ist die Erneuerung des Stadtteils immer wieder Thema

Dicke Luft in Hüls: Da sei ihnen einfach der Kragen geplatzt, so die beiden Vorsitzenden der Hülser Werbegemeinschaft Bernd Kaczor und Susanne Bee. „Wir haben wirklich 20 Jahre lang versucht, das Blatt zu wenden“, erklärt Susanne Bee. Und Bernd Kaczor, seit 2005 an der Spitze der Hülser Kaufleute, fügt zornig hinzu. „Es immer dasselbe, man wird nur hingehalten.“ Aktueller Auslöser der wütenden Reaktionen aus Hüls war die Ablehnung eines CDU-Antrags zum Stadtplanungsausschuss in der vergangenen Woche: Er enthielt in drei Punkten Forderungen zur Entwicklung des Stadtteils Hüls.

Werbegemeinschaft Hüls hatte auf Erneuerung der Fußgängerzone gehofft

Zunächst sollte die Stadtverwaltung schriftlich über ein Gespräch bei der Landesregierung in Düsseldorf berichten, das Baudezernentin Andrea Baudek am 19. Dezember führte. „Sie hat zugesagt, uns zu informieren“, so Bernd Kaczor. „Aber das ist bis heute nicht geschehen.“ Unter Zweitens forderte die CDU in ihrem Antrag die Verwaltung auf, einen Zeitplan für das Sanierungsprojekt Hüls aufzustellen. 

Und falls die Gespräche in Düsseldorf keine Förderung erwarten lassen, sollten drittens eine schriftliche Begründung der Verwaltung und Alternativvorschläge für die Erneuerung in Hüls erfolgen. Punkt Eins des Antrags wurden mit SPD-Mehrheit abgelehnt, Punkt Zwei und Drei erst gar nicht abgestimmt. Das erzürnt die ehrenamtlichen Aktiven der Werbegemeinschaft. Sie hatten darauf gehofft, dass die Erneuerung der Fußgängerzone mit dem im vergangenen Jahr vorgelegten Stadtteilkonzept für Hüls endlich konkret wird.

Seit 1999 Erneuerung ein Thema in Marl 

„Lebendig und lebenswert mit Anschluss ans Grün“ steht als Leitgedanke über dem Konzept. Entstanden ist es auch mit Datenmaterial, das die Werbegemeinschaft in den vergangenen zwei Jahrzehnten zusammengetragen hat. Die Sanierung der Hülsstraße hat auch aus Sicht des Dortmunder Planungsbüros „Stadtkinder“ höchste Priorität. Seit 1999 ist die Erneuerung des Stadtteils Hüls immer wieder ein Thema. „Es gibt Gutachten, Bürgerbeteiligung und Konzepte, dann passiert nichts“, so fasst Susanne Bee zusammen. Für die Werbegemeinschaft stellt sich nun die Frage, wie es weiter geht. „Den Weinmarkt werden wir in diesem Jahr noch machen, wie wir die Veranstaltung in Zukunft noch stemmen sollen, wissen wir nicht. Es gibt immer weniger Geschäftsleute aus dem Stadtteil, die sich beteiligen können“, sagt Bernd Kaczor. Fünf Mitglieder haben die Werbegemeinschaft zum Jahreswechsel verlassen. „Drei von ihnen mit der Begründung, dass in Hüls nicht passiert.“ Auch die Zukunft des Nikolauszugs stellen die Vorsitzenden der Werbegemeinschaft infrage. „Ohne unsere finanzielle Unterstützung kann er nicht stattfinden. Das wäre das Aus nach 70 Jahren“, so Susanne Bee resigniert.

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