Rathaus Marl
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Die neue Ratsperiode beginnt am 12. November.

Einnahmen fehlen, Ausgaben steigen

Womit sich der Rat in Marl jetzt beschäftigen muss

  • Martina Möller
    vonMartina Möller
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  • Heinz-Peter Mohr
    Heinz-Peter Mohr
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Bessere Radwege, ein schönerer Stadtkern, grüne Stadtwerke - die neuen Themen für den Marler Rat sind die alten. Am 12. November setzt der neu gewählte Rat sich zusammen. Dann müssen die Politiker die ersten Entscheidungen treffen.

Dass die Marler Radwege endlich verbessert werden müssen, ist bei der Politik angekommen. Das Thema nimmt im Mobilitätskonzept für Marl großen Raum ein. Die mehr als 1000 Seiten starke Vorlage umfasst mehr als 260 Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation in Marl. Vor der Kommunalwahl hatte der Stadtrat das Konzept verabschiedet.

Bereits im Juni hatte die Mehrheit des Stadtrats außerdem die Rechtmäßigkeit des Bürgerbegehrens für eine fahrradfreundliche Stadt anerkannt und beschlossen, die Ziele des Radentscheids eins zu eins umzusetzen. In den kommenden acht Jahren werden rund 50 Millionen Euro in die Infrastruktur für den Radverkehr in Marl fließen. Die Politik muss über erste Maßnahmen entscheiden.

Bebauung am Jahnstadion in Marl bleibt Thema

Auch die Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) 2025 wird den Rat in den kommenden Monaten beschäftigen. Mit Beteiligung der Bürger hat die Stadtverwaltung in dem Konzept Maßnahmen für die Erneuerung der Infrastruktur in allen Stadtteilen zusammengefasst.

Die Bebauung am Jahnstadion in Hüls bleibt ebenfalls ein Thema im Rat. Wie berichtet hatte das Ruhrparlament im Juni folgenden Beschluss gefasst: Das Gelände rund um das Stadion, das zurzeit noch als Sportfläche ausgewiesen ist, soll im Regionalplan als „allgemeiner Siedlungsbereich“ dargestellt werden. Die Stadt Marl könnte dort eine Wohnbebauung ausweisen – aber auch eine Grünfläche mit Park und Wald. Die Entscheidung wird beim Rat liegen.

Stadt Marl verhandelt über Stadtwerke

Er hat auch beschlossen, mit einem regionalen Partner Stadtwerke mit Netzbetrieb für Strom und Gas zu gründen. Als Partner wird der regionale Energieversorger innogy gehandelt, dessen Konzessionsverträge mit der Stadt zum 31. Januar auslaufen.

Zum Jahresende wird der Kämmerer der Stadt den Ratspolitikern einen Entwurf für den städtischen Haushalt 2021 vorlegen. Wegen der Corona-Pandemie fehlen der Stadt Einnahmen. Im Gegenzug stiegen die Ausgaben.

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