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Das Gelände der Zeche Auguste Victoria 3/7 aus der Luft.

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Die Zeche Auguste Victoria 3/7 wird abgerissen - das ist nun geplant

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Noch in diesem Monat beginnt auf der AV 3/7 an der Carl-Duisberg-Straße der Rückbau der früheren Zeche. Ab Montag wird die Baustelle eingerichtet.

Gut fünf Jahre nach der Schließung des Bergwerks Auguste Victoria 3/7 beginnt die RAG Montan Immobilien AG (RAG MI) damit, über Tage Zechengebäude abzureißen. Der größte Teil des anfallenden Bauschutts soll direkt auf dem Gelände wiederverwertet werden, zum Beispiel zum Auffüllen von Hohlräumen. Das Zechenareal wird zum Industrie- und Gewerbepark gate.ruhr entwickelt. Bereits 2021 sollen die ersten Flächen vermarktet werden. Fragen und Antworten zum Projekt: 

Was passiert auf AV 3/7 in Marl? 

Auf der 39 Hektar großen Fläche der Schachtanlage Auguste Victoria an der Carl-Duisberg-Straße beginnt die RAG Montan Immobilien am Montag mit dem Rückbau der Aufbereitungsanlagen. Die Flächen werden für den geplanten Industriepark gate.ruhr vorbereitet, in dem in den kommenden Jahren 1000 neue Arbeitsplätze für Marl und Umgebung entstehen sollen.

Was wird abgerissen?

Die Aufbereitung des 2015 stillgelegten Bergwerkes diente der Trennung von Bergematerial und Kohle nach der Förderung von unter Tage. In der sogenannten Kohlenwäsche durchlief das Material Wasch- und Trennungsprozesse, um die Kohle in unterschiedlichen Qualitäten für die Vermarktung vorzubereiten. Zu dem gesamten Komplex gehören Bandanlagen, Ecktürme, die Bahnverladung und Anlagen zur Schlammbehandlung. Die Aufbereitung umfasst sieben Hauptgebäude mit insgesamt rund. 186.500 Kubikmeter umbautem Raum. Sprengungen wird es nicht geben 

Wie wird der Abriss erfolgen, werden auch Gebäude gesprengt?

Der Rückbau auf Auguste Victoria 3/7 erfolgt nach derzeitigen Planungen konventionell mit schwerem Spezialgerät. Weil unmittelbar westlich an das Gelände der Chemiepark mit seinen sensiblen Anlagen grenzt, wird es voraussichtlich keine Sprengungen geben. Im direkten Umfeld der Kohlenwäsche werden stichprobenweise Messungen im Hinblick auf Erschütterungen durchgeführt. 

Was passiert mit dem Bauschschutt? 

Beim Rückbau finden Dekontaminationsmaßnahmen statt, um Schadstoffe aus dem Material zu filtern. Reststoffe werden nach Materialarten getrennt und ordnungsgemäß entsorgt, erklärt RAG MI-Sprecher Stephan Conrad. Dafür zugelassener Bauschutt wird auf dem Gelände zur Verfüllung von Hohlräumen, für Baustraßen oder zur Vorbereitung der landschaftlichen Gestaltung des Areals verwendet. Die RAG Montan Immobilien rechnet allein mit ca. 15.000 Kubikmetern an Bau- und Betonschutt.

Das erwartet die Anwohner in Marl

Die Rückbauarbeiten an auf dem Bergwerksgelände AV 3/7 werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 18 Monaten wochentags zwischen 7 und 18 Uhr sowie an einigen Samstagen zwischen 8 und 16 Uhr durchgeführt. Anwohner der Carl-Duisberg-Straße müssen zeitweise mit zusätzlichem Lkw-Verkehr rechnen. Durch die Abfuhr von entsorgungspflichtigen Materialien sei sporadisch von maximal 15 bis 20 Lkw-Fahrten pro Arbeitstag auszugehen.

Mit dieser Rekordsumme fördert die Landesregierung das gate.ruhr-Projekt in Marl.

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