Am 15. September 2020 beendet das Guido-Heiland-Bad in Alt-Marl die Saison.
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Am 15. September 2020 beendet das Guido-Heiland-Bad in Alt-Marl die Saison.

Weniger Besucher

Marler Bürgerbäder beenden die Corona-Saison - so schlecht fällt ihre Bilanz aus

  • Patrick Köllner
    vonPatrick Köllner
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Die Corona-Krise stellte die Betreiber in Hüls und Alt-Marl vor große Probleme. Wir fragten nach einem Fazit.

  • Bürgerbäder in Marl beenden die Saison
  • Corona stellte die Betreiber vor große Probleme
  • Weniger Gäste als im letzten Jahr

An diesem Sonntag, 30. August, stellt das Bürgerbad an der Loemühle den Betrieb offiziell ein. „Bei dem derzeit eher schlechten Wetter bleiben die Gäste weg. Das rechnet sich nicht mehr“, sagt Jürgen Kaldeweide. Darum ist jetzt Schluss. Auf die Saison blickt der 1. Vorsitzende des Vereins Freibad Hüls mit gemischten Gefühlen zurück: „Wir sind mit einem dicken blauen Auge davongekommen. Die ersten beiden Monate waren katastrophal. Dank des wärmeren Wetters wurde es später aber besser.“

Marl: Deutlich weniger Gäste in Freibädern

Statt der sonst üblichen 800 Gäste pro Tag kamen teilweise nur 200 bis 300 Leute. Nach Absprache mit dem Gesundheitsamt waren auf dem 20.000 Quadratmeter großen Gelände am Ovelheider Weg bis zu 1500 Leute zugelassen. „Wir haben das aber nie voll ausgenutzt, um die Sicherheit der Menschen nicht zu gefährden“, so Jürgen Kaldeweide.

An besonders heißen Tagen ging der Platz jedoch aus. „Manchmal mussten wir 500 Leute nach Hause schicken“, sagt der Vereinsvorsitzende. Insgesamt hätten sich die Besucher aber an die Vorschriften gehalten. Stolz ist Jürgen Kaldeweide darauf, dass in den elf angebotenen Kursen 100 Kindern das Schwimmen beigebracht wurde. Im Herbst stehen im Hülser Bad der Austausch der alten Pumpen sowie weitere Schwimmkurse im städtischen Hallenbad an. Dafür erhielten die Betreiber im Juni Fördermittel. Eine zweite Corona-Saison wäre laut Jürgen Kaldeweide zwar schwierig, für den Verein aber durchaus machbar.

Lockdown in Alt-Marl wäre fatal

Das sieht im Alt-Marler Guido-Heiland-Bad anders aus. „Eine zweite Corona-Saison würde uns schwer treffen, einen kompletten Lockdown könnten wir wohl nicht überleben“, blickt Peter Weiler in die Zukunft. Das Bad startete im Mai in die Saison. Rückblickend teilt der 1. Vorsitzende des Vereins Volksbad Marl mit, dass die 18.000 Besucher in diesem Jahr zwar ein schlechteres Ergebnis als 2019 bedeuten, dass der Zulauf aber besser war, als im kühleren Sommer 2017.

Marl: Für Investitionen fehlt das Geld

Trotzdem fallen einige Investitionen weg, für die jetzt das Geld fehlt. Weil zu Saisonbeginn pro Gast 15 Quadratmeter Platz vorgeschrieben waren, durften zunächst 516 Besucher ins „Guido“. Durch weitere Verordnungen sank der geforderte Platz später auf sieben Quadratmeter, teilt Weiler mit. Dadurch hätten sich 750 Gäste im Bad tummeln dürfen. Wie in Hüls, mussten an heißen Tagen auch im „Guido“ Leute wegen Überfüllung abgewiesen werden.

In Kursen lernten 30 Kinder Schwimmen. Der Betrieb in Alt-Marl läuft bis zum 15. September. Danach folgt vielleicht noch eine kleine Party am 26. September. Der Starttermin für die neue Saison steht bereits fest: Am 1. Mai 2021 soll es wieder losgehen.

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