Kader Gül (r.), Betriebsleiter des Restaurants Loemühle - hier mit Nils Sinkovec - plant ab dem 22. März keine Öffnung der Außengastronomie.
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Restaurant Loemühle

Gastronomie in Marl

Restaurants bleiben ab dem 22. März draußen überwiegend zu

  • Michael Steyski
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Ab dem 22. März können laut Corona-Verordnung Restaurants die Außengastronomie öffnen. Doch für die meisten Marler Gastronomen ist das keine echte Option.

Im Restaurant Loemühle (Loemühlenweg 221) ist überhaupt nichts geplant. „Wer soll denn da auch kommen?“, fragt Betriebsleiter Kader Gül. „In den nächsten Wochen soll es sechs bis acht Grad geben, dazu Regenschauer“, sagt Kader Gül. Selbst mit Heizpilzen würde es keinen Sinn machen, zu öffnen.

Wenn es schönes Wetter gibt und keinerlei Auflaugen, dann möchte Kader Gül auf der Terrasse wieder Kaffee und Kuchen servieren. Derzeit nutzt er die Zeit, um den Boden im Restaurant zu erneuern. Von Sonntag bis Freitag bietet er weiterhin einen Abholservice an. „Wir kommen zurecht in der Pandemie“, meint Kader Gül.

„Unter jetzigen Voraussetzungen ist es fraglich“

Noch nicht entschieden hat sich Holger Scheer, ob er am 22. März im Restaurant Müllerin (Hammer Straße 41-43) den Außenbereich öffnet. „Wir wollen den Außenbereich noch streichen, da muss ich mir noch Gedanken machen. Unter den jetzigen Voraussetzungen ist es fraglich“, sagt der Restaurant-Chef. Es würde nichts bringen, wenn er für ein bis zwei Wochen den Außenbereich hochfahren würde – auch mit Fass-Bier – und dann die Verordnung käme, wieder zuzumachen. „Die Lage ist nicht nur wetterabhängig, sondern auch von den Inzidenz-Zahlen“, sagt Holger Scheer.

„Wir werden garantiert nicht am 22. März öffnen, sondern haben uns den 1. April als Ziel gesetzt“, sagt Uwe Suberg, Besitzer des Noah’s Place (Marler Stern 29b). „Es gibt noch so viele Fragezeichen. Wenn wir aufmachen, sollte es auch aufbleiben, allein schon wegen der frischen Ware und den Mitarbeitern“, sagt Uwe Suberg. Derzeit sind Mitarbeiter damit beschäftigt, das Restaurant so weit flott zu machen, dass es geöffnet werden könne.

Kein „Mallorca-Wetter“ in Marl

„Erst wenn die Wetterlage beständig ist, werden wir öffnen. Als Gastronom macht es keinen Sinn, bald zu öffnen. Das funktioniert derzeit nicht“, meint Franz Vortmann, Chef des Restaurants Zum Schwatten Jans (Dorstener Straße 307). Schließlich würde ja in Marl im März kein „Mallorca-Wetter“ herrschen. Deswegen bleibt’s dabei: Am Wochenende gibt es für Kunden eine kleinere Speisekarte zum Abholen.

Im Lenz Bar-Restaurant (Dorfstraße 7) ist ebenfalls keine Öffnung geplant. „Es ist Quatsch, jetzt zu öffnen. Das ist ja alles problematisch mit den Corona-Tests und der Witterung. Bei fünf Grad kommt eh kein Gast“, sagt Martin Cziesla. Er hat aber die Hoffnung, dass es über Ostern mit einer Öffnung klappen könne. Die Corona-Verordnung sieht er selbst als unausgereift an. „Diese Salami-Taktik bringt nichts“, sagt Martin Cziesla.

Boris Jacimovski plant Außenbereich im Lipper Hof

Eine Ausnahme in Marl bildet der Lipper Hof (Lipper Weg 86). „Wir überlegen, ob wir’s hinkriegen. Die Planungen laufen“, sagt Inhaber Boris Jacimovski. Problem: Einen offiziellen Außenbereich gibt es nicht. „Wir werden versuchen, einen Außenbereich anzulegen. Vielleicht klappt es mit sechs Tischen, vielleicht sogar mit mehr“, sagt Boris Jacimovski.

Derzeit bietet der Lipper Hof einen Mitnehm-Service von Donnerstag bis Sonntag an. Es gibt auch noch viele andere Lieferdienste in Marl.

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