Auch Marler Tätowierer dürfen ab dem 8. März wieder Kunden mit der Nadel stechen.
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Wirtschaft in Marl

Tätowierer dürfen bald wieder ihre Läden öffnen

  • Michael Steyski
    vonMichael Steyski
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Seit Anfang November 2020 mussten auch Tätowierer in Marl ihre Läden schließen. Die gute Nachricht kam von Bund und Ländern: Bald dürfen die Läden wieder geöffnet werden.

Ab dem 8. März dürfen Tätowierer wieder Kunden in ihren Läden bedienen. Das sorgt für großes Aufatmen bei Marcel Gallinger: „Endlich darf ich wieder öffnen“, sagt der Tätowierer, der seinen Laden „Bad Pirate Tattoo“ am Dümmerweg 220 betreibt. Seit Mittwochabend ist klar, dass ab dem 8. März körpernahe Dienstleistungen wieder erlaubt sind.

Seit dem 1. November hatte Marcel Gallinger seinen Laden geschlossen. Während die Einnahmen auf Null schrumpften, liefen Kosten wie Miete, Strom, Steuern und Telefon weiter. „Im ersten Lockdown hatte ich schon staatliche Hilfen beantragt“, berichtet Marcel Gallinger.

Staatliche Hilfe muss größtenteils zurückgezahlt werden

Und sogar erhalten. 9000 Euro wanderten auf sein Konto. Problem nur: Bis zum Oktober 2021 muss er 7000 Euro in Raten zurückzahlen. „Eine richtige Hilfe ist das nicht wirklich“, sagt der Tätowierer. Ein Vorteil: Er betreibt den Laden allein, hat keine Mitarbeiter angestellt.

Direkt am kommenden Montag kann Marcel Gallinger noch nicht starten. „Ich brauche schon ein paar Tage Vorbereitung. Hygiene ist alles. Die Nachricht, dass wir wieder öffnen können, kam ja recht kurzfristig“, sagt Marcel Gallinger.

„Es ist viel liegen geblieben“

Auf jeden Fall hat der Tätowierer in den kommenden Wochen reichlich zu tun. „Es ist viel liegen geblieben. Wegen des Lockdowns habe ich etliche Kunden, die ihr Tattoo nicht fertig haben“, sagt Marcel Gallinger. Er selbst hatte mit dem Kunden im Lockdown Termine vereinbart, diese dann bei jeder Lockdown-Verlängerung Monat für Monat weitergeschoben.

Ob Interessierte bei ihm kurzfristig einen Termin bekommen? „Das wird schwierig, man muss Geduld mitbringen. Je nach Aufwand kann es sein, dass man schon ein paar Wochen auf einen Termin warten muss“, sagt der Marler.

Warten auf Termine dauert lange

Noch schwieriger wird’s, bei „Schwarzarbeit bei Jazz“ (Finkenstraße 4e) einen Termin zu bekommen. „Man muss schon mehrere Monate warten“, meint Inhaberin Jasmin Egler, die allein in ihrem Studio arbeitet. Galten Tätowierungen einst als Merkmal für zwielichtige Gestalten, sind sie in der heutigen Gesellschaft längst akzeptiert – und besonders im Sommer sichtbar weit verbreitet.

Sie ist heilfroh, dass sie wieder arbeiten kann, wahrscheinlich bereits ab dem Montag. „Es ist nervenaufreibend, so lange auf Arbeit warten zu müssen. Ich habe die ganze Zeit vom Ersparten gelebt. Und was soll man schon machen den ganzen Tag? Ich habe mich mit meinem Hund beschäftigt und 24 Stunden am Tag geputzt“, meint Jasmin Egler mit einem Schmunzeln.

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