Fragezeichen und Stift
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Wer bekommt dem Heimatpreis?

Drei Gewinner

Marler Heimatpreis: Wer sich die 5000-Euro-Prämie teilt

  • Patrick Köllner
    vonPatrick Köllner
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Große Freude bei den drei Gewinnern des zweiten Marler Heimatpreises - das sind die Marler, die jubeln dürfen.

„Der erste Platz hat uns sehr überrascht, wir freuen uns riesig darüber“, sagt Bernd Kallenbach. Der Vorsitzende des mit 2500 Euro prämierten Kleingartenvereins Brinkfortsheide weist auf die große Verbundenheit der Kleingärtner an der Römerstraße mit dem Marler Bergbau hin. Das sah auch die unabhängige sechsköpfige Jury so, als sie über die Vergabe des Preisgeldes entschied. Gelobt wurde „die Pflege des heimat-, traditions- und naturverbundenen kulturellen Erbes der Kleingartenvereine“, heißt es in der Erklärung dazu.

Fotos werden gesucht

Mit dem Geld möchten die Kleingärtner die Erinnerung an das Erbe des Bergbaus in Marl aufrecht erhalten. Acht Stromkästen auf dem Vereinsgelände sollen mit folierten Bergbaumotiven verschönert werden. Dazu soll eine Wand des Vereinsheims mit einem stilisierten Förderturm künstlerisch verschönert werden. „Wir hatten das schon länger vor, aber irgendwann ging uns geldtechnisch die Luft aus“, sagt Bernd Kallenbach und lacht. Zumindest dieses Problem hat sich nun vielleicht gelöst. Ein anderes Problem sieht Bernd Kallenbach aber in der Beschaffung der Fotos. Wer schöne Motive hat, kann sie den Kleingärtnern gerne per E-Mail zukommen lassen: BrittaKallenbach@t-online.de

Preisgeld fließt in Buchprojekt

Auf dem zweiten Platz landete Klaus Mohr. Der Marler Historiker betreibt die Internetseite www.marl archiv.de. Darauf bietet er den Besuchern kostenlos Bilder aus Marls Vergangenheit zur Ansicht an. Auch Klaus Mohr war über seine Auszeichnung überrascht.
„Ich habe aber auch viel Arbeit in den Antrag investiert“, sagt der Historiker augenzwinkernd. Seine Leidenschaft für Marler Geschichte und Geschichten entstand während der Lektüre über die Stadt. „Wenn ich etwas über Marls Vergangenheit gelesen habe, fragte ich mich oft, ob das wirklich alles ist, was man dazu finden kann.“ Sein Preisgeld von 1500 Euro fließt voraussichtlich in ein Buchprojekt zur Geschichte des Hauses Loe und Judith von Loe.

„Maßlose“ Freude

Der dritte Platz und somit 1000 Euro gehen an die Mitarbeiter des Guido-Heiland-Bads. Seit 1992 halten die überwiegend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer den Betrieb im traditionellen Schwimmbad im Alt-Marler Volkspark aufrecht. „Mit der Auszeichnung hätten wir nicht mehr gerechnet und freuen uns maßlos“, sagt der Vereinsvorsitzende Peter Weiler. Das Geld soll helfen, eine Art Aufwärmraum für Schwimmschüler einzurichten. „Wir könnten aber gut und gerne auch sieben Millionen Euro verbauen“, sagt Peter Weiler und lacht.

Preisverleihung erst in der zweiten Jahreshälfte

Eine offizielle Preisverleihung wird wegen Corona voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte stattfinden. 2019 ging der erste Marler Heimatpreis an das junge Blasorchester Marl sowie die Heimatvereine Polsum und Marl.

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