Noch keine heiße Spur

Schmuck-Gangster stahlen BMW in Essen

MARL - Nach dem Raubüberfall auf das Juweliergeschäft Brinkforth sind die drei Täter noch immer auf der Flucht. Die Suche der Polizei ging die ganze Nacht lang weiter, sagte ein Sprecher der Polizeistation Recklinghausen am Dienstag. Den Inhabern und Angestellten des überfallenen Juweliergeschäfts geht es wieder gut. Sie haben den Überfall gut verdaut. Die Grimme-Preise, die jedes Jahr in dem Geschäft gefertigt werden, blieben übrigens unversehrt.

Derweil ist im Juweliergeschäft wieder Ruhe eingekehrt. Inhaberin Heike Bischof-Claßen: „Wir haben normal geöffnet. Alle haben sich von dem Tag gut erholt.“ Zur Tatzeit hielten sich neben Heike Bischof-Claßen auch noch ihr Vater, ihre Mutter, ihre Schwester und eine Angestellte in dem Geschäft auf. Der Überfall habe keine zwei Minuten gedauert. „Die Täter kannten sich sehr gut aus. Sie wussten alles. Ich bin sicher, dass sie unser Geschäft vorher ganz genau ausbaldowert haben“, sagt Heike Claßen-Bischof. Die in einem Fluchtfahrzeug von den Tätern zurückgelassene Beute befindet sich noch bei der Polizei.

Wie berichtet, hatten die Gangster am Montag die Vitrinen des Juweliergeschäfts zertrümmert und die Verkäufer mit einer Pistole bedroht. Sie erbeuteten mehrere Schmuckgegenstände. Bei einer spektakulären Verfolgungsjagd nach Recklinghausen kaperten die Gangster hintereinander drei Autos.

Wie Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber auf Nachfrage der MZ mitteilt, wurde das erste Tatfahrzeug, ein BMW, wenige Tage zuvor in Essen gestohlen.

Noch gebe es nichts Spruchreifes. „Eine heiße Spur haben wir noch nicht“, sagt der Polizeisprecher. Derzeit seien Kriminaltechniker dabei, alle Spuren auszuwerten. Davon dürften es genügend geben – am Tatort, in den Fluchtfahrzeugen, an der Kleidung, die die Gangster zurückließen...

Rubriklistenbild: © Bludau

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