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Ein zurückgelassenes Fahrzeug, das die Täter nach dem Rauberfall im März 2011 in ihre Gewalt brachten.

Prozess um Juwelier-Überfall

Brinkforth-Chefin fühlte sich ausspioniert - Waren die Gangster schon vorher im Laden?

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Im Prozess um den Überfall auf das Juweliergeschäft Brinkforth in Marl hat sich die heutige Chefin als Zeugin erinnert. Sie fühlte sich vor der Tat ausspioniert. Waren die Täter schon einen Tag vorher im Laden?

Diesen Verdacht äußerte die Inhaberin als Zeugin vor dem Landgericht Essen. „Ich hatte am Tag vorher ein komisches Pärchen“, sagte sie. „Manchmal hat man einfach so ein Gefühl.“ Inzwischen werde das Juweliergeschäft durch einen Wachmann geschützt. „Obwohl das von der Versicherung gar nicht vorgeschrieben ist.“ 

Es war der 14. März 2011, als um 10.02 Uhr ein Kunde an der Sicherheitstür des Juweliergeschäfts in Marl auftauchte. Auf den ersten Blick völlig unverdächtig. Trenchcoat, mittleres Alter, seriöses Auftreten. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse. Der vermeintliche Kunde zog eine Waffe, ließ zwei Komplizen rein, die sofort auf die Vitrinen einschlugen – mit einer Axt und einem Hammer. Die Beute: Uhren und Schmuck im Wert von über einer halben Million Euro.

DNA-Spuren weisen auf Tat in Marl hin

„Es war wahnsinnig laut“, sagte die Tochter des Firmengründers den Richtern. Ihr Vater habe geschrien, ihre Schwester auch. „Außerdem hat es geknackt, geknirscht und gescheppert.“ Sie selbst hatte damals hinter dem Tresen Deckung gesucht. 

Einer der Täter ist bereits in einem früheren Prozess zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Sein mutmaßlicher Komplize, der nun vor Gericht steht, wird durch DNA-Spuren an Kleidungsstücken belastet, die bei der Tat getragen worden sein sollen.Er selbst bestreitet seine Beteiligung.

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