Straßenkreuzung
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Die Ophoffstraße wird heute erkundet.

Ophoffstraße

Ruhe und gute Nachbarschaft sind hier die großen Pluspunkte

  • Patrick Köllner
    vonPatrick Köllner
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Unser heutiger Straßen-Rundgang beginnt an Alt-Marls belebter Hauptverkehrsader und führt vorbei an Volkspark und Overbergschule in Richtung einer Tierarztpraxis für Pferde. Wer hier wohnt, genießt die Ruhe und Nachbarschaft.

Unsere Reise über die knapp 1,2 Kilometer lange Ophoffstraße beginnt an einem nasskalten Dezembermorgen. Die St. Georgskirche im Rücken überqueren wir an der Fußgängerampel die Hochstraße. Auf den ersten Metern der Ophoffstraße treffen wir Peter Holz. Er lebt seit 32 Jahren in der Gegend und führt die 13-jährige Hündin Luna spazieren. In seinen Augen hat sich die Straße in letzter Zeit kaum verändert. Peter Holz weist aber darauf hin, dass in einer Eckwohnung früher der Kiosk Wüller war.

Vögel statt Besucher-Massen

Wir gehen weiter, passieren rechts den Eingang zum Volkspark mit Heimatmuseum und Guido-Heiland-Bad. Wenn am 3. Oktober zum Volksparkfest die Sonne scheint, sieht man an dieser Stelle vor lauter Besuchern kaum den Boden. Heute dagegen ist hier weniger los. Nur ein paar Vögel suchen auf der Wiese nach Futter.

Lob für die Grundschüler

An der Einfahrt zur Vikariestraße links liefert Roger Mach Lebensmittel aus. Seit sieben Jahren macht er den Job in Marl, steuert dabei bis zu 60 Kunden täglich an. Gegenüber steht die Overbergschule – und zwar seit 110 Jahren. Schulleiterin Angela Jäger lobt den Charme des alten Gebäudes und das Verhalten der 222 Grundschüler in Corona-Zeiten. „Schön ist auch, dass sich viele Eltern engagieren. Einige waren hier früher selbst Schüler“, sagt Angela Jäger. Wir verabschieden uns und wünschen den Kindern der Klasse 2b bei ihrem „Spielpausensport“ auf dem Schulhof noch viel Spaß. Rechts neben der Straße gewähren die laubfreien Bäume einen Blick auf den kleinen See im Volkspark.

Spektakuläre Weihnachts-Deko

An der Ecke zur Friedrich-Ebert-Straße sehen wir links die wohl spektakulärste Weihnachts-Außendekoration der Ophoffstraße, wenn nicht in der ganzen Stadt. Zwei riesige aufgeblasene Figuren – der Weihnachtsmann samt Rentier – grüßen die Passanten. Keine Frage, dass wir herausfinden müssen, wer sich diese Pracht einfielen ließ. Die Tür öffnet uns Sabrina Lethaus. Die Deko findet sie grundsätzlich gut, aber die treibende Kraft dahinter sei eher ihr Mann. Und woher kommen Figuren dieser Größenordnung? „Die haben wir im Internet bestellt“, sagt Sabrina Lethaus.

Erinnerung an Oberliga-Zeiten

Wir verabschieden uns und wechseln die Straßenseite. Dort entdecken wir ein verlassenes Kassenhäuschen, vor dem einst Fußballfans Schlange standen, um Karten für die Spiele der Spielvereinigung Marl zu sehen. Vor dem Kassenhäuschen stehen heute nur noch Altglascontainer. In einen davon wirft Rudi Beine seine leeren Flaschen und Gläser. Er lebt seit 21 Jahren in der Nähe und war früher sogar als Spieler in der A-Jugend der Spielvereinigung aktiv. „Das ist aber ewig her und muss in den 70er-Jahren gewesen sein“, erinnert sich Rudi Beine. Der Verein stieg 1987 sogar in die Oberliga Westfalen auf. Die Gegend gefällt Rudi Beine. „Die Nachbarschaft ist gut, dazu gibt es hier den Park und das Guido-Heiland-Bad.“ Dafür hat er gewöhnlich eine Jahreskarte, in der Corona-Saison aber nicht.

Nicht viel los beim Tennisclub

Ein Stück weiter geht Renate Winkelmann mit den Hunden Gismo und Emily spazieren. Auch sie lobt die Gegend, bemängelt aber, dass „hier früher mehr los war“. Wie der Zufall es will, war ihr Vater einst Kassierer in dem Kassenhäuschen nebenan. Vorbei an einer Tierarztpraxis für Pferde folgen wir dem letzten Stück der Straße und landen am Tennisclub Marl 1933. Der befindet sich im Lockdown, viel los ist hier nicht. Auf dem Rückweg besteigen wir noch eine Fußgängerbrücke über die Bahnlinie S9 und genießen kurz die Aussicht. Dann heißt es: zurück in die Redaktion.

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