Coronavirus - Schweiz
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Auch Berufsberatung findet zurzeit digital statt.

AWO-Fachfrau erläutert

„Schwierige Zeit“ - wie Jugendliche sich jetzt beruflich orientieren können

  • Meike Holz
    vonMeike Holz
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„Ich kann vor den Jugendlichen nur den Hut ziehen“, sagt Isabell Lux von der Jugendberufshilfe der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Was Beruforierientierung angehe, sei es „eine schwierige Zeit“ für sie.

An den Unterricht fernab der Schule haben sich Kinder und Jugendliche notgedrungen gewöhnt. Doch gerade für die jungen Erwachsenen, die auf dem Weg ins Berufsleben sind, ist die aktuelle Situation sehr belastend. Isabell Lux, die bei der Jugendberufshilfe der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bezirk Münsterland-Recklinghausen für Marl zuständig ist: „Es ist für sie eine schwierige Zeit.“

Keine Praktika in Betrieben

Kein Besuch eines Berufsberaters in der Schule, keine Praktika in Betrieben, die die Jugendlichen kennenlernen möchten, keine direkte Kontaktaufnahme mit dem erhofften Arbeitgeber oder keine persönliche Abgabe der Bewerbungsunterlagen. Und auch kein persönlicher Kontakt mit der Jugendberufshilfe in den Räumen an der Rappaportstraße 8.

Digitaler Austausch ist etwas umständlich

„Wir sind aber weiterhin mit den Jugendlichen in Kontakt“, versichert Isabell Lux. „Die Beratungen finden weiter statt.“ Ihre Arbeit und die ihrer Kollegen hat sich in der Corona-Krise nur auf eine andere Ebene verlagert. Berufsberatung per Telefon, WhatsApp, E-Mail, Zoom-Meetings oder Skype. Die Möglichkeiten, auch mit der nötigen Distanz in Kontakt zu bleiben, sind vielfältig. „Das klappt gut“, sagt sie. Das Angebot nehmen die Schülerinnen und Schüler dankend an, auch wenn der digitale Austausch ein wenig umständlicher ist, wie Isabell Lux einräumt. In einem direkten Gespräch könnten einige Fragen schneller geklärt werden, müssten Dokumente nicht hin- und hergeschickt werden.

Große Verunsicherung

Isabell Lux und ihre Kollegen haben ein offenes Ohr für die jungen Erwachsenen, für die sich die Schulzeit dem Ende zuneigt. Gerade jetzt, da sie die Halbjahreszeugnisse erhalten, starten die Schüler ihren Bewerbungsmarathon. Die Verunsicherung ist bei manchen groß. Das macht die Beraterin an der Vielzahl der Fragen aus. Wie läuft etwa ein Bewerbungsgespräch am Telefon ab? Darunter sind aber auch einige Fragen, die die Jobsuchenden eigentlich an anderen Stellen klären könnten. Eigentlich, doch nicht in Zeiten des Homeschoolings und fehlender Kontakte. Doch all diese Fragen versuchen Isabell Lux und Co. zu beantworten. Auch der Kontakt zu den Schulen reißt nicht ab. Die Besuche vor Ort sind dennoch schwer zu ersetzen. „Wenn wir wieder dürfen, starten wir sofort durch“, sagt Isabell Lux.

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