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Die gestrichene Direktverbindung nach Düsseldorf erhitzt die Gemüter. Für Pendler Marcel Freund ist der Weg über den Bahnhof keine Alternative mehr.

Bahnverbindungen

Marler ärgern sich über die Bahn: Gestrichene Verbindung erhitzt die Gemüter 

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Die Bahn hat die direkte Verbindung nach Düsseldorf gestrichen. Das ärgert viele Marler Pendler. Für sie ist der Weg über Marl-Sinsen keine Alternative mehr.

Viele Bürger haben das Gefühl, dass die Stadt von den öffentlichen Verkehrsbetrieben stiefmütterlich behandelt wird. Vor allem da nun seit einer Woche die Direktverbindung RE2 nach Düsseldorf ersatzlos gestrichen wurde. Reaktionen unserer Leser zeigen, dass der Unmut unter Pendlern groß ist. Auch bei Marcel Freund (29). „Ich finde es eine Frechheit und kann es nicht nachvollziehen, wieso der Halt Marl-Sinsen gestrichen worden ist“, sagt er. Der Börsenhändler pendelt jeden Tag zur Düsseldorfer Börse. „Dass der Halt nun wegfällt, trifft mich und viele andere Pendler extrem.“ 

Erst von Marl nach Gelsenkirchen

Dadurch, dass die Verbindung gestrichen wurde, müssen Pendler nun in Recklinghausen oder Gelsenkirchen umsteigen – Umsteigezeit fünf Minuten. Diese Zeit ist für Marcel Freund viel zu knapp bemessen. „Die Züge haben so viel Verspätung, dass man den Anschlusszug oft verpasst. Häufig fällt er sogar aus.“ Dabei sollte sich die Reisezeit von Marl-Sinsen nach Düsseldorf nicht verlängert, teilte ein Pressesprecher des zuständigen Verkehrsbetriebs VRR auf Nachfrage mit. „Totaler Schwachsinn“, meint Freund. Die Praxis sehe, gerade zu den Stoßzeiten im Berufsverkehr, anders aus. Verspätung macht Anschluss unmöglich Ein Marler Student, der nach Düsseldorf pendelt, aber namentlich nicht genannt werden möchte, stößt in dieselbe Kerbe: „Mir erschließt sich der Sinn der Fahrplanänderung nicht, wenn der Zug die Strecke ohnehin nur selten in der vorgegebenen Zeit schafft. Der RE2 hatte zuletzt die ganze Fahrt über fünf Minuten Verspätung.“ Marcel Freund bestätigt: „Der RE2 fährt auf dem Weg Richtung Essen Hbf eine so eine hohe Verspätung ein, dass der Anschlusszug nach Marl vor ihm aufs Gleis fährt.“ Und die Pendler würden in die Röhre schauen.

Bahnhof Marl-Sinsen keine Alternative

Freunds Konsequenz: Er fährt nun morgens 15 Minuten mit dem Auto nach Recklinghausen, um dort in den RE2 einzusteigen, der Umstieg entfällt somit. „Ich fahre leider auch immer öfter die komplette Strecke nach Düsseldorf mit dem Auto“, sagt er. „Mein lieber Bahnhof Marl-Sinsen ist für mich gestorben. Da kommen die tollen neuen Pendlerparkplätze leider zehn Jahre zu spät.“ Der VRR gehe davon aus, dass sich der geänderte Fahrplan in den kommenden Tagen einspiele und sich das System stabilisiere. Für Marcel Freund und viele Pendler ist das zu spät.

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