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In der Burg wurden viele Bäume gefällt. Die Stümpfe ragen überall aus dem Boden heraus. Als Ersatz sind kleine „Baum-Stöcke“ und Sträucher gepflanzt worden. Das Totholz wurde dort in großen Haufen rund um die Stämme aufgeschichtet.

Rodungen

Rüge vom Landesministerium - das ist im Naturschutzgebiet in Marl falsch gelaufen

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Im Januar wurden in Marl viele Bäume gefällt. Im Naturschutzgebiet „Die Burg“ hätte jeder Baum einzeln geprüft werden müssen. Jetzt gibt es Ärger vom Landesministerium.

Erst Anfang Dezember erfuhren die Marler von der Rüge, die das Landesministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz bereits im Sommer gegen den Kreis Recklinghausen als Genehmigungsbehörde ausgesprochen hat. Damit hatte die Wählergemeinschaft Die Grünen schon nicht mehr gerechnet, betont Hartmut Dreier, der die Fachaufsichtsbeschwerde zusammen mit Johannes Westermann unterzeichnete. Das Fazit von Dreier: „Die Bäume wurden ohne Not gefällt."

Der Kreis ist verantwortlich

Der Kreis soll nun für die Wiederaufforstung der 1,7 Hektar großen Fläche sorgen. Einige Sträucher und Mini-Bäume sind in den vergangenen Tagen in der Burg gepflanzt worden. „Ich hoffe nicht, dass das schon Ersatzpflanzungen sein sollen“, so Peter Schmidt von der Wählergemeinschaft. Mit Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde hatten Stadt Marl und Regionalverband Ruhr (RVR) im Januar dieses Jahres auf insgesamt elf Prozent der Fläche im Naturschutzgebiet Waldbestand vernichtet. Dabei wurden auch bis zu 211 Jahre alte Rotbuchen gefällt.

Rodungen in Marl 

Die Stadt Marl ließ Bäume auf einem etwa 30 Meter breiten Streifen am Rand der Kleingartenanlage „Am Wiesengrund“ entfernen. Die Verkehrssicherungsmaßnahmen seien notwendig, um Gefahr durch herabfallende Äste für die Kleingartennutzer abzuwenden. Im angrenzenden Waldgebiet, das dem RVR gehört, erfolgten großflächig Rodungen. Anwohner waren entsetzt über das gesamte Ausmaß des Kahlschlags. Nach Auffassung des Umweltministeriums hätte bei jedem Baum zuvor geprüft werden müssen, ob er gefällt werden müsse. Das hatte der Kreis als untere Naturschutzbehörde wie berichtet nicht für nötig gehalten, obwohl „Die Burg“ ein sogenanntes FFH-Gebiet ist, das auch im Landschaftsplan „Vestischer Höhenrücken“ des Kreises berücksichtigt wird.

„Brisanz des Eingriffs war bewusst“

Dass ein Fledermaussachverständiger bei der Aktion vor Ort war, zeige, dass man sich der Brisanz des Eingriffs bewusst war, urteilt das Umweltministerium. Weil keine Einzelbaumbegutachtung erfolgte, lasse sich nun nicht mehr feststellen, „ob es sich bei dem durchgeführten Kahlhieb um eine Maßnahme handelt, die zur Abwendung von Gefahren unmittelbar erforderlich war“, so die Stellungnahme des Landes zu den Fällungen am Waldrand.

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