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Geplanter Moscheebau der Yunus Emre Gemeinde.

Sorge über falsche Informationen

Moschee-Gemeinde will sachlich reagieren

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MARL - Auf Aktionen gegen ihren Moschee-Neubau will die Yunus Emre Gemeinde sachlich reagieren. Sie verspricht: Es wird kein Parkchaos geben. Politiker von CDU und SPD äußerten in der Ratssitzung ihre Sorge über falsche Informationen, die zum Moschee-Neubau verbreitet werden

Bürgermeister Werner Arndt erklärte, dass das Bürgerbegehren erst dann juristisch bewertet wird, wenn alle Unterschriftenlisten eingereicht sind. Besorgte Bürger hätten ihm geschildert, dass Bewohner von Seniorenheimen zu Unterschriften überredet würden – mit der Bemerkung „Gegen die Moschee wollen Sie doch auch unterschreiben“.

Wie unsere Berichterstattung bereits klarstellte, kann die Initiative „Wir sind Marler“ mit ihrem Bürgerbegehren den Moschee-Neubau nicht verhindern. Denn das Grundstück, auf dem die Gemeinde bauen will, gehört ihr seit Jahren. Was die Moschee-Gegner verhindern können, sind zusätzliche Parkplätze rund um die Moschee. Die Bürger unterschreiben nämlich, dass sie gegen die Vergabe von Grundstücken der Stadt an die Türkisch-Islamische Gemeinde sind. Hintergrund: Die Stadt Marl will ein Grundstück an die Yunus Emre Gemeinde verkaufen oder verpachten, damit dort zusätzliche Parkplätze entstehen.

Auch unsere Leser berichten von unkorrektem Vorgehen der Moschee-Gegner. Sie hätten an Haustüren geklingelt und behauptet, 2000 Unterschriften seien bereits für ungültig erklärt worden. Tatsächlich werden die Unterschriften aber erst geprüft, wenn alle Listen vorliegen.Der CDU-Vorsitzende Thomas Terhorst betonte, das Thema dürfe nicht denen überlassen werden, die Falschmeldungen verbreiten. Eine Bürgerversammlung könnte die angemessene Reaktion sein, sagte Bürgermeister Werner Arndt.

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