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Unbekannte Gangster drangen vor einem Jahr in das Juweliergeschäft Brinkforth ein und stahlen teuren Schmuck und edle Uhren. Auf ihrer Flucht nach Recklinghausen kaperten sie drei Autos.

Spur führt ins Ausland

Juwelenräuber identifiziert

MARL - Die Polizei hat nach Informationen der Marler Zeitung, die Täter identifiziert, die vor einem Jahr das Juweliergeschäft Brinkforth in Hüls auf spektakuläre Weise überfallen hat. Die Spur führt ins Ausland.

Allerdings kommen die Fahnder nicht an die Juwelenräuber heran.

Rückblende: Unbekannte Täter überfallen am 14. März 2011 das Juweliergeschäft an der Bergstraße. Die Täter zerschlugen mit Brachialgewalt Vitrinen, stahlen alles, was ihnen in die Finger geriet. Anschließend flüchten sie mit einem gestohlenen BMW nach Recklinghausen. Auf der halsbrecherischen Flucht geht das Trio eiskalt vor, es stoppt drei Autos, bedroht einen Fahrer mit der Waffe und zerrt ihn aus dem Wagen. Letztlich können die Brutalo-Räuber entkommen. Suchhunde verlieren ihre Fährte an Gleis 4 des Hauptbahnhofs in RE.

Unmittelbar nach dem Überfall war klar, dass es sich nicht um Gelegenheitskriminelle handelt. Das kaltblütige Vorgehen und der von langer Hand vorbereitete Raubüberfall mit dem Ausbaldowern der Sicherheitseinrichtungen ist eine bestimmte Handschrift – die Kripo prüfte Zusammenhänge speziell mit einem Fall in Chemnitz und darüber hinaus weiteren professionell vorbereiteten und durchgeführten Überfällen in Deutschland und Nachbarländern wie Österreich oder der Schweiz.

Offizielle Stellungnahmen gibt es von der Ermittlern nicht. Oberstaatsanwältin Anette Milk machte gestern auf Anfrage deutlich, dass die federführende Staatsanwaltschaft Essen keine Angaben macht. In der Tat aber führt die Spur nach Informationen unsrer Zeitung ins Ausland, die Fahnder kommen an die Täter aber offenbar nicht heran.

Bekannt ist die Existenz regelrechter Netzwerke von Profigangstern, die sich für sorgfältig geplante Taten in wechselnder Besetzung in Kleingruppen zusammenschließen. Ein militärischer bzw. paramilitärischer Hintergrund erklärt den versierten Umgang mit Waffen, die kaltblütige Tatausübung.

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