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Frauen in Not sollen auch in Marl Schutz finden.

CDU erntet heftige Kritik

Am Standort fürs Frauenhaus in Marl entzündet sich politischer Streit

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In Datteln und Herten gibt es längst ein Frauenhaus. Dass eine solche Einrichtung auch in Marl gebraucht wird, steht außer Frage. Aber über den Standort gehen die Meinungen auseinander.

Der Stadtrat hat vor der Sommerpause mit großer Mehrheit beschlossen, dass die Verwaltung Kriterien für die Einrichtung eines Frauenhauses prüfen soll. In einer Sitzung mit Vertreterinnen der Ratsfraktionen und Expertinnen soll über einen geeigneten Standort, Wege zur Finanzierung und Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutiert werden. Jetzt fordert die CDU in einem Antrag, das Thema in der Sozialausschusssitzung am Donnerstag, 7. November, um 16 Uhr in der Ratsstube wieder auf die Tagesordnung zu setzen. 

Zahlen aus den Nachbarstädten belegen, dass es aktuell in der Region zu wenig Plätze für Frauen in akuten Notlagen gibt. In Datteln und Herten betreibt das Diakonische Werk im Kirchenkreis zwei der insgesamt fünf Frauenhäuser im Kreis Recklinghausen. Derzeit ist zum Beispiel das Frauenhaus in Datteln mehr als ausgelastet. 19 Mütter mit Kindern haben Schutz in der Einrichtung gefunden, die allerdings nur für zwölf Personen ausgelegt ist.

Röttgershof in Marl ins Spiel gebracht

Im Frauenhaus Herten gab es im vergangenen Jahr 4850 Übernachtungen, in Datteln 4551. Damit liegt die Auslastung an beiden Standorten bei fast 120 Prozent – und trotzdem mussten hilfesuchende Frauen abgewiesen werden. Dass auch in Marl ein sicherer Ort geschaffen werden soll, ist bei den Fraktionen im Rat unumstritten. 

Politischer Streit entzündete sich vor der Sommerpause jedoch an einer Standort-Diskussion. Die CDU hatte vorgeschlagen zu prüfen, ob der ehemals als Flüchtlingsunterkunft genutzte Röttgershof geeignet sei und erntete dafür heftige Kritik. Nicht nur, weil der bauliche Zustand und die Lage des Gebäudes von der Mehrheit als wenig geeignet empfunden wurde. Den Standort öffentlich kundzutun, ist auch in Zeiten von sozialen Netzwerken im Internet immer noch ein Tabu. Der Rat hatte den Abriss des Röttgershofs bereits beschlossen.

Stadtverwaltung Marl soll berichten

Bisher stehen jedoch Berichte der Stadtverwaltung zum Thema Frauenhaus in Marl noch aus, kritisiert Gabriele Düpré, sachkundige Bürgerin für die CDU.

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